Ausspielen in Moosbach
"Coco" springt auf Negligé an

Ein Whirlpool wurde den jungen Männern im Bayerischen Wald beinahe zum Verhängnis. Die vier Burschen hatten bei dem nasskalten Wetter am Faschingsdienstag bei ihrem Sketch auf dem Moosbacher Marktplatz jedenfalls die besten Plätze. Bilder: gi (3)
Vermischtes
Moosbach
09.02.2016
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Angelockt von der Unterwäsche seines Frauchens fand der Hund wieder nach Hause.

Von der Suche nach einem vermissten Hund mit dem Negligé, missglückte Autowäschen oder Rasenroboter, die Heizölschläuche gleich mitmähen: Am Faschingsdienstag bekamen mehrere Hundert Gäste auf dem Moosbacher Marktplatz wieder jede Menge lustige Begebenheiten aus der Gemeinde zu hören.

Mitglieder des Faschingsvereins nahmen gnadenlos alle Mitbürger aufs Korn, denen Missgeschicke und Pannen passiert waren. Präsident Christian Baier freute sich über den guten Besuch - trotz des durchwachsenen Wetters.

Sprachprobleme


Schon im ersten Stück wurden die Lachmuskeln gehörig strapaziert. Ein Moosbacher fuhr zur Autowäsche über die Grenze. Nach dem Erwerb der Waschkarte brachte er sein Fahrzeug in die Waschanlage und ließ seine Frau im Auto sitzen. Draußen drückte er die Starttaste, das Tor ging zu. Aber für den Waschvorgang brauchte er die Karte. Da das Tor versperrt war, forderte er den Tankwart zum Öffnen auf. Sprachprobleme verhinderten das aber. Seine Frau hätte Tschechisch gekonnt. Endlich kam eine Person, die deutsch und tschechisch sprach. Schnell war alles klar und das Tor geöffnet. Der Fahrer sprang ins Auto und verließ mit Frau und Karte die Waschanlage. Erst zu Hause bemerkten sie, dass das Auto gar nicht gewaschen war.

Eingeschlafen im Pool


Im zweiten Stück ging es um die Erlebnisse vier junger Moosbacher in einem Wellness-Hotel im Bayerischen Wald. Gut gelaunt verschafften sie sich Zugang zum Whirlpool. Einer schlief ein. Als die anderen ihre Zimmer aufsuchten, schlief dieser weiter. Erst am frühen Morgen bemerkte ihn das Personal und glaubte er sei tot. BRK und Polizei wurden verständigt.

Eine Pechsträhne erlebte ein örtlicher Verein. Der zurückgetretene Kassier sollte mit Geschenk verabschiedet werden. Allerdings war er plötzlich zum Rücktritt nicht mehr bereit und machte weiter.

Ein Freundeskreis besuchte im nächsten Sketch das Gäubodenfest in Straubing. Um Mitternacht war Rückfahrt. Der Busfahrer war sauer, als ein Teilnehmer zur Abfahrtszeit nicht da war. Er wartete noch kurze Zeit, fuhr aber dann unter Protest der Freunde Richtung Heimat. Das Handy des Zurückgebliebenen war leer. Ein Händler erlaubte ihm ein Telefonat mit seinen beiden Schwestern. Diese sollten ihn abholen. Als Treffpunkt gab er das Riesenrad an. Nach zwei Stunden kreuzten beide in Straubing auf. Beim Riesenrad war er aber nicht. Nach langem Suchen fanden sie ihn schlafend auf einer Bank - neben einem großen Werbeplakat für das Riesenrad.

Dass es bereits 4-D-Fernsehgeräte gibt, erfuhren die Zuschauer im nächsten Stück. Zwei Hobby-Handwerker brachten eine Wandhalterung an. Mit einem 32 Zentimeter langen Bohrer öffnete er die nur 14 Zentimeter dicke Wand und bohrte auch gleich den auf der anderen Seite stehenden Fernseher mit an.

Den billigen Heizölpreis wollte ein sparsamer Hausbesitzer nutzen und orderte 3000 Liter. Der Lieferant benötigte dazu einen langen Schlauch, den er auf den Rasen warf. Während des Tankvorgangs lief auch der Mäh-Roboter, der schließlich auf dem Schlauch stand und diesen abrasierte. "Wo ist nur mein Hund ,Coco'?" hieß es in einem weiteren Sketch. Das Tier war von einem Auto angefahren worden und lag offenbar tagelang verletzt herum. Die Besitzerin setzte alle Hebel in Bewegung, um den Vierbeiner wiederzubekommen. Nichts half. Erst als sie mit ihrem Negligé als Köder den Hund suchte, meldete sich "Coco" wieder.

Viel Beifall


Verflixte Technik: Ein Familienvater war stolz auf seine Christbaum-Funkfernbedienung. Immer wenn er damit arbeitete, wurden Fernseh und Licht wie von Geisterhand im Kinderzimmer ein- und ausgeschaltet. Bis die Ursache erkannt war, kam es zu Irritationen.

Am Ende erhielten die Akteure riesigen Applaus. Allerdings stand die Veranstaltung im Schatten des im Dezember gestorbenen Mitorganisators und unvergesslichen Moderators Gerhard Wittmann junior. Peter Wittmann führte erstmals gekonnt durchs Programm und erhielt dafür viel Beifall.

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Weitere Bilder im Internet:

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