Bäuerliche Schlachtgemeinschaft Moosbach-Waidhaus
Regionalität fördern

Veterinärdirektor Dr. Norbert Sandner informierte über CC-Kontrollen. Sie stießen zum Teil auf Unverständnis bei den Landwirten. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
16.04.2016
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Die Bäuerliche Schlachtgemeinschaft Moosbach-Waidhaus zog in der Jahreshauptversammlung Bilanz. Veterinärdirektor Dr. Norbert Sandner berichtete über seine Erfahrungen bei den CC-Kontrollen.

Saubersrieth. Vorsitzende Erika Sauer berichtete beim Treffen im Landhotel Schieder über fünf Neuzugänge. Damit gehören der Schlachtgemeinschaft nun 126 Mitglieder an. Sauer sprach von 66 geschlachteten Rindern und 16 Notschlachtungen. Die Nutzer des Schlachthauses kommen bis aus den Landkreisen Cham und Regensburg. Seit vergangenem Jahr gibt es auch eine Rohrbahnwaage. Geplant sei der Einbau eines Konfiskatkühlers.

Enorme Stromkosten


Die Sprecherin verurteilte die Schlachtung hochträchtiger Rinder. Erfreut nahmen die Teilnehmer zur Kenntnis, dass der Landwirtschaftsminister demnächst nach Moosbach kommt. Kassier Anton Schmied legte geordnete Finanzen vor. Er wies auf die enormen Stromkosten von 2500 Euro hin. Die Kassenprüfer Anton Bauridl und Rudi Schieder bestätigen Schmid beste Arbeit.

Veterinärdirektor Dr. Sandner informierte anschließend über die CC-Kontrollen. 2015 wurden in 32 Betrieben Voll- und in 40 Betrieben Teilkontrollen durchgeführt. Diese müssen maximal 48 Stunden vorher angemeldet werden. Er informierte auch über die amtsinternen Gegenprüfungen und die Untersuchungen durch die Regierung. Ein Großteil der Beanstandungen liege bei der Rinderkennzeichnung durch Ohrmarken. Hier können sich schmerzhafte und für die Bauern teuere Sanktionen ergeben. Am besten wäre es, wenn Landwirte jeden Sonntag die Ohrmarken ihrer Rinder kontrollieren und fehlende Marken sofort per Computer nachbestellen würden.

BBV-Geschäftsführer Hans Winter hielt das für eine total überzogene Regelung. Einige Teilnehmer sagten, dass die Ohrmarken wegen des schlechten Materials sehr oft kaputt gehen. Dr. Sandner wies auf neue gesetzliche Vorschriften hin, nach der Verstöße noch schneller sanktioniert werden können. Der Veterinärdirektor zeigte außerdem Bilder von schlimmen Zuständen in Rinderställen, die bei CC-Kontrollen festgestellt wurden. Winter hielt die Aufnahmen für geeignet, die Landwirte in Verruf zu bringen. "In jedem Berufsstand gibt es positive und negative Sachen."

Neues "Naturkostl-Ladl"


Bürgermeister Hermann Ach sprach die Fleischbeschaugebühren an. Die Landwirte erwarten, dass es vom Landkreis mehr Unterstützung gebe. Immerhin gehe es um Lebensmittel und Förderung der Regionalität. Moosbach erhalte in Kürze ein "Naturkost-Ladl", in dem nur regionale Dinge angeboten werden, verriet der Rathauschef. Auch beim Heimatfest 2017 solle großer Wert auf Regionalität liegen. Der Metzger der Schlachtgemeinschaft, Christian Günther, schlug abschließend einen jährlichen Arbeitsdienst für den Unterhalt des Schlachthauses und der Außenanlagen vor.
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