BBV-Mitgliederversammlung
Kritik an Konsumenten

Bürgermeister Hermann Ach (rechts) sowie stellvertretender BBV-Kreisobmann Karl Bäumler (Sechster von links) gratulierten den neuen Ortsobmännern sowie ihren Stellvertretern und Beisitzern. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
26.11.2016
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Bürgermeister Hermann Ach bedauert, dass Bauern für ihre Produkte so wenig Geld bekommen. Das Kaufverhalten der Kunden gehe leider in Richtung "ganz billig". Drei mal pro Jahr in den Urlaub fahren sei oft wichtiger als gesunde Lebensmittel, meint der Moosbacher Rathauschef.

Saubersrieth. "Nichts ist beständiger als der Wandel. Aber wir sind stark, veränderungswillig und haben klare Ziele", rief der stellvertretende Kreisvorsitzende des Bayerischen Bauernverbands, Karl Bäumler, den Landwirten in der Mitgliederversammlung im "Goldenen Kreuz" zu.

Ergebnis der Neuwahlen


Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Neuwahlen der Ortsvorsitzenden für Gröbenstädt-Gebhardsreuth-Grub-Isgier, Moosbach-Burgtreswitz-Etzgersrieth, Heumaden-Ödbraunetsrieth sowie Tröbes-Ragenwies-Saubersrieth. Ortsobmänner und Beisitzer sind: Heumaden-Ödbraunetsrieth Josef Zielbauer, Stellvertreter Lorenz Bauer und Beisitzer Hans Portner. Gröbenstädt-Gebhardsreuth-Grub-Isgier Josef Kindl, Stellvertreter Michael Braun und Beisitzer Bernhard Wittmann. Tröbes-Saubersrieth-Ragenwies Franz Eger, Stellvertreter Florian Völkl und Beisitzer Siegfried Meissner und Martin Liebl. Moosbach-Burgtreswitz-Etzgersrieth Georg Kick, Stellvertreter Erika Sauer und Beisitzer Johann Kick und Max Forster.

Bürgermeister Ach informierte auch über den enormen Flächenverbrauch durch öffentliche Einrichtungen wie Straßen oder Regenrückhalteanlagen sowie das Beitrags- und Gebührenwesen. Er dankte den Landwirten, die ohne Entschädigung die Grundstücke für das Bayern-3-Dorffest zur Verfügung gestellt hatten.

Bäumler sprach aktuelle Themen an, so die starke Beitragsentlastung zur Berufsgenossenschaft 2016 und 2017 dank erheblicher Zuwendungen aus dem Bundeshaushalt. Dies konnte nur durch die Arbeit des BBV erreicht werden. Kleinere Milchviehbetriebe bis 40 Hektar und 40 Kühen zahlen rund 660 Euro und bis 80 Hektar und 70 Kühen rund 1060 Euro weniger. Nach wie vor bestehe die Forderung des BBV auf steuerliche Möglichkeiten zur Gewinnglättung. Der BBV bleibe am Ball, um einen Steuerfreibetrag bis zu 150 000 Euro zur Schuldentilgung zu bekommen.

Vom Tisch sei der Sachkundenachweis "Tierhalter". Der BBV meine, dass sich die Bauern jeden Tag verantwortungsbewusst um ihre Tiere kümmern. Ein Nachweise sei deshalb unnötig. Die umfangreiche Sozialberatung im BBV sprach Fachberater Klaus Giehler an. Sein Vortrag stand unter dem Motto "Ihr Bauernverband - Dienstleistung aus einer Hand". Die Tätigkeitsbereiche im Lebensphasen-Check des Verbands gehen von der Ausbildung, Heirat, Hofübergabe, Unfall/Krankheit bis zum Ruhestand der Mitglieder.

Thema Steuerproblematik


"Sollte einmal etwas schief gelaufen sein, so helfen wir im Widerspruchsverfahren oder in sozialgerichtlichen Prozessen", beruhigte Giehler. Schwerpunkt der BBV-Arbeit sei auch die Steuerproblematik. Dazu gebe es am 17. Januar im Gasthof Postkeller in Weiden eine BBV-Versammlung.
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