Dekanatskonferenz in Moosbach mit vielen interessierten Teilnehmern
"Trau deiner Seele"

Unsere Seele ist unser tieferes, wahres Selbst. Sie begleitet uns wie ein Schutzengel durch unser Leben und ist darauf aus, dass wir uns immer mehr auf das hin entwickeln, was durch unser innerstes Wesen in uns angelegt ist.
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Moosbach
24.02.2016
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Der Pfarrheimsaal in Moosbach war gut gefüllt bei der Dekanatsversammlung am Wochenende. Bilder: dob (2)

Wunibald Müller, Psychotherapeut, Theologe, bekannter Buchautor und Leiter des Recollectio-Hauses der Abtei Münsterschwarzach sprach auf Einladung der Dekanatskonferenz Leuchtenberg im vollbesetzten Pfarrheimsaal in Moosbach zum Thema "Trau deiner Seele".

Die 76 Teilnehmer waren Pfarrgemeinderäte, Kirchenverwaltungsmitglieder, Lektoren und Kommunionhelfer aus dem gesamten Dekanat. Müller stellte heraus, dass die Seele wie ein Schutzengel sei, der uns ein Leben lang begleitet: "Unsere Seele ist unser tieferes, wahres Selbst. Sie begleitet uns wie ein Schutzengel durch unser Leben und ist darauf aus, dass wir uns immer mehr auf das hin entwickeln, was durch unser innerstes Wesen in uns angelegt ist."

Nicht an uns vorbei leben


Müller machte Mut in einer Zeit, in der wir Gefahr laufen, neben uns selbst zu geraten und an uns vorbei zu leben und in der unsere Umwelt oft darauf ausgerichtet ist, unser Inneres zu untergraben. Er teilte sich aus eigener Erfahrung mit. So habe er selbst erst allmählich gelernt, im Vertrauen auf seine Seele zu sich selbst zu kommen und sich anzunehmen, um selbst Liebe in Nächstenliebe zu überführen.

Die Seele gebe uns Trost in schweren Tagen, sie freue sich aber auch mit uns, wenn wir ausgelassen und glücklich sind. Entscheidend sei aber, der Seele zu vertrauen, sich ihr ohne Wenn und Aber bedingungslos zu überlassen. "Wenn wir erfahren haben, dass wir diesem Engel in uns trauen können, sind wir zunehmend in der Lage, uns auf ihn zu verlassen. Unser Leben wird dadurch nicht unbedingt leichter, manchmal sogar schwerer."

Enttäuschungen und leidvolle Erfahrungen blieben uns damit nicht erspart. "Unser Leben wird aber, wenn wir uns unserer Seele überlassen, bis zum Schluss aufregend bleiben und es wird vor allem unser Leben sein, das wir leben", erklärte Müller.

Interessierte Teilnehmer


Die vielen Fragen zwischen den "Impulsblöcken" von Müller zeigten das große Interesse der Teilnehmer. Es wurde deutlich, dass viele Menschen ihrer Seele eine große Bedeutung beimessen, gerade in einer Zeit, in der viele oft nicht weiter wissen, wie es in ihrem Leben und in der Gesellschaft weiter geht. Die Rückbesinnung auf die Kraft und den Halt, die von unserer Seele ausgehen kann, ist hoch aktuell.

Der Besinnungstag schloss mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche. Gestaltet wurde er mit Beiträgen der Teilnehmer, die die Gedanken des Tages zusammenfassten. Den Gottesdienst zelebrierten Dekan Alexander Hösl und Pfarrer Josef Most.

Unsere Seele ist unser tieferes, wahres Selbst. Sie begleitet uns wie ein Schutzengel durch unser Leben und ist darauf aus, dass wir uns immer mehr auf das hin entwickeln, was durch unser innerstes Wesen in uns angelegt ist.Wunibald Müller


Zur PersonWunibald Müller wurde in Buchen im Odenwald geboren. An seinem Geburtsort besuchte er die Grundschule und das Gymnasium, von 1963 bis 1972 die Internate St. Mauritius, St. Benedikt und St. Egbert in der Abtei Münsterschwarzach. 1972 machte er das Abitur an der Spätberufenenschule der Karmeliten in Bamberg. Danach studierte er katholische Theologie und Psychologie in Freiburg im Breisgau, Würzburg und Jerusalem.

1979 erlangte er das Diplom in Psychologie und 1978 in Theologie. Von 1979 bis 1982 erreichte er an der Graduate Theological Union in Berkeley, Kalifornien, den "Master of Arts in Marriage, Family and Child Counseling".

1984 promovierte er in Würzburg mit dem Thema "Homosexualität - Eine Herausforderung für Theologie und Seelsorge". Von 1983 bis 1990 war Müller Leiter des Referates für Pastoralpsychologie und Praxisberatung und Referent für Priesterfortbildung am Institut für Pastorale Bildung in Freiburg im Breisgau.

Seit 1991 ist er Leiter des Recollectio-Hauses in Münsterschwarzach. Müller ist seit 1986 mit Ilse Katharina Müller verheiratet, sie haben zwei Kinder und leben in Würzburg. (dob)
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