Expositur Etzgersrieth feiert Patrozinium
Mit beiden Beinen auf dem Boden

Die Expositur Etzgersrieth feierte den Namenstag ihrer Dorfkirche, die dem heiligen Georg geweiht ist. Nach dem Kirchenzug und Festgottesdienst führte die Prozession mit Ruhestandspfarrer Hermann Schötz mit dem Allerheiligsten durch den mit Fahnen geschmückten Ort. Bild: gi
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Moosbach
28.04.2016
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Der St.-Georgstag, der sogenannte "Girgndoch", ist für die Expositur Etzgersrieth ein großer Festtag. Denn die Ortskirche ist dem heiligen Georg geweiht.

Etzgersrieth. Neben den Gläubigen aus Etzgersrieth, Rückersrieth, Niederland, Pfaffenrieth und Uchamühle zogen die Vereine mit Fahnenabordnungen und Blasmusik, den Straßenmusikanten, ins Gotteshaus ein. "Lobe den Herren" stimmten die Kirchenbesucher im Festgottesdienst ein. Die Lesungen und Fürbitten trug Lisa Ach vor. Gemeinsam wurde die Schubertmesse unter den Klängen der Blasmusik gesungen.

Wunder der Welt sehen


Ruhestandspfarrer Hermann Schötz ging auf das Leben des Heiligen ein. Der Name Georg kommt aus dem Griechischen und heißt Landmann. Damit ist der Mensch gemeint, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht und mit seinem Leben, der Welt verwachsen ist. "Der die Welt achtet, sie bebaut und die Schöpfung liebt. Der die Wunder der Welt sieht und mit ihr verbunden lebt", sagte der Seelsorger. Damit sei der Mensch gemeint, der Freude hat am Leben, der Freude bringt und vor allem der im Lebensgrund auf Gott steht. "Unter dem Patron des heiligen Georg sind wir eingeladen, ein solcher bodenständiger und tiefgründiger Mensch zu sein." Die Legende zeige den heiligen Georg als Drachentöter und er werde als Ritter auf den meisten Bildern dargestellt, fuhr der Geistliche fort.

"Unser Leben wird oft wie ein Drache erfahren, der unser Leben verschlingt. Da ist die Hektik, die das Wohlbefinden stört." So brauche es gerade heute Menschen wie die Pfadfinder, die den heiligen Georg als Patron erwählt haben. Der Geistliche bat, den Sonntag mehr zu ehren. "Er hebt uns heraus aus dem Alltagstrott." Anschließend führte die Prozession durch den Ort.
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