Förderverein Schloss Burgtreswitz zieht positive Bilanz
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Vorsitzender Peter Garreiss eröffnete die erste Mitgliederversammlung des Fördervereins im restaurierten Saal des Schlosses Burgtreswitz. Bild: gi
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Moosbach
13.05.2016
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Für die Verantwortlichen des Fördervereins Schloss Burgtreswitz wurde ein Traum wahr: Zum ersten Mal ging die Mitgliederversammlung im restaurierten Saal, dem ehemaligen Rittersaal, über die Bühne.

Burgtreswitz. Vorsitzender Peter Garreiss freute sich sichtlich, dass der seit 2010 laufende sechste und vorläufig letzte Bauabschnitt abgeschlossen ist. Besonders begrüßte er den Freund und Gönner des Schlosses, Dieter Friemel aus Dortmund

Schriftführer Wolfgang Mayer berichtete über die Arbeit des Vorstands. In sieben Sitzungen ging es um die Planung von Veranstaltungen wie Weinfest, Hutzaabend, Tag des offenen Denkmals, Landestheater-Aufführungen, Schlossführungen, Weihnachtsmarkt sowie um bauliche Vorhaben.

Viele Vorschriften


Der Weihnachtsmarkts drohte zunächst angesichts der Flut behördlicher Vorschriften zu scheitern. Erst Ende Oktober fiel die Entscheidung, den Markt zu veranstalten. Der Schriftführer betonte, dass in den Sitzungen die Mitglieder oft hart, aber fair diskutiert hatten. Angesichts der Tragweite vieler Beschlüsse sei dies aber ganz normal gewesen.

Garreiss dankte den Schlossgeistern, die seit rund 30 Jahren insgesamt 45 000 Stunden gearbeitet haben. Er wies darauf hin, dass das Landesamt für Denkmalpflege und das Kultusministerium die Arbeit des Bautrupps schon mehrmals gewürdigt hat. Der Vorsitzende freute sich, dass bei Bedarf immer wieder neue Kräfte mitarbeiten, darunter auch junge Leute. Trotzdem habe man immer noch zu wenig Personal, um die vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können.

Der Sprecher wies darauf hin, dass sich nach Abschluss des sechsten Bauabschnitts mit Kosten von über 400 000 Euro nun neue Nutzungsmöglichkeiten ergeben. So sei das Schloss vom Erdgeschoss bis zum Dachboden nun behindertengerecht ausgebaut. Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte können nun das ganze Gebäude anschauen. Allerdings fehlten noch Vorhänge, Beleuchtung und ein historischer Wandbehang im Saal.

Der Vorsitzende erklärte, dass der Förderverein nach Abschluss der Bauarbeiten nun noch mehr Augenmerk auf den Ausbau und die Verbesserung der Schlossmuseen legen müsse. Er brachte Themen wie Fotoausstellung, Erinnerungen an die Schlossbrauerei und den Erwerb von Exponaten zur Sprache.

Sicherheitskonzept


Schatzmeister Hermann Gissibl gab einen Überblick über die finanzielle Situation. Die Kassenprüfer Klaus Hartinger und Rudolf Krämer bestätigten einwandfreie Arbeit.

Zweiter Bürgermeister Fritz Steinhilber gratulierte dem Förderverein zu dessen Arbeit. "Da merkt man, dass Herzblut dahinter steckt und aus dem Schloss was gemacht wurde." Für eine Gemeinde, die als Eigentümerin des Gebäudes finanziell nicht so gut dastehe, sei das ein wichtiger Verein. Der neue Saal erfülle ihn mit stolz. Er hielt das vorliegende Sicherheitskonzept für das Schloss als eine Notwendigkeit.

Pfarrer Josef Most sagte, dass der Förderverein Leben ins Schloss brachte. Er wünschte sich eine ähnliche Aktivität bei der Sanierung der Ortskirche Burgtreswitz. Hermann Gissibl vom Männergesangverein Burgtreswitz dankte dem Förderverein für die Bereitstellung einer Wandfläche im Schloss zur Anbringung der restaurierten Vereinsfahne. (Im Blickpunkt)
Da merkt man, dass Herzblut dahinter steckt und aus dem Schloss was gemacht wurde.Zweiter Bürgermeister Fritz Steinhilber

Über 1100 Arbeitsstunden

Burgtreswitz. (gi) Dass der Förderverein Schloss Burgtreswitz die Sanierungsarbeiten nicht nur mit Geld, sondern auch mit Hand- und Spanndiensten unterstützt, ging in der Mitgliederversammlung aus dem Bericht des technischen Leiters Adolf Graf hervor. Danach leisteten die Schlossgeister Graf, Erhard Burger, Alfred Gissibl und Max Mayer sowie viele weitere Helfer im vergangenen Jahr 1121 ehrenamtliche Arbeitsstunden.

Sie verlegten Unterkonstruktionen für Holzfußböden im Saal und im Treppenhaus, erledigten Putzarbeiten, verbreiterten die Fluchtwege und säuberten die Außenanlagen. Außerdem brachte der Trupp Sicherheitsgeländer und -treppen für den Weihnachtsmarkt an, tünchte die Räume und entrostete die alten Gewölbeschienen.

Tango-Festival und eine Zeitreise

Burgtreswitz. (gi) Vorsitzender Peter Garreiss stellte in der Mitgliederversammlung des Fördervereins Schloss Burgtreswitz das umfangreiche Programm 2016 und die weiteren Pläne vor. Im Mittelpunkt stehen unter anderem das 9. Oberpfälzer Tango-Festival (18. Juni), das Gastspiel des Landestheaters (23. Juli), das 30. Weinfest (14. August), der Tag des offenen Denkmals (11. September) und die Zeitreise ins 18. Jahrhundert (1. bis 3. Oktober).

Zudem sind ein Abend mit Hubert Treml (28. Oktober) und der 10. Weihnachtsmarkt (3./4. Dezember) geplant. Außerdem gebe es zahlreiche Schlossführungen und Erlebnisführungen. Garreiss sprach auch die gemeinsame Aktion der Burgtreswitzer Vereine am 1. bis 3. September 2017 als Beitrag zum Heimatfestjahr 2017 an.
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