Gegner der Kurparkumgestaltung treffen sich mit Förster
„Arg dramatisiert“

Förster Andreas Eiser informierte kritische Bürger über die Kurparkumgestaltung. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
22.02.2016
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Nicht ganz unumstritten ist die Umgestaltung des Kurparks in Moosbach. Daher stellte sich Förster Andreas Eiser von der Waldbauernvereinigung Eslarn-Vohenstrauß den Fragen der Gegner an Ort und Stelle im Fichtenwald.

Die Bürger waren noch immer sehr beeindruckt vom Umfang der einige Tage vorher erfolgten Arbeiten mit einem Durchforstungsharvester. Eiser versicherte ihnen, dass ein konventioneller Holzeinschlag auch seine Spuren im Wald hinterlassen hätte. Der Fachmann erklärte, dass der ursprünglich vom Architekten geplante Kahlhieb des Waldes mit anschließender Sukzession aufgegeben wurde. In diesem Falle hätte sich der Wald nach dem Kahlhieb ohne Eingriff vonseiten Dritter entwickeln sollen.

"Die Fällung der Bäume war notwendig", betonte der Förster. Für einen Kurpark gelten höhere Anforderungen hinsichtlich Verkehrssicherung als in einem normalen Wald. Im Schadensfalle laste auf dem Betreiber des Kurparks die Haftung. Die anwesenden Bürger sprachen sich gegen die Einbuchtungen am Weg des Fichtenwaldes aus. Sie vermuteten, dass damit Platz für Verkaufsstände beim Gartenmarkt oder für eine Waldweihnachtveranstaltung geschaffen wurden. "Wir bezahlen gerne die Kosten für die Bepflanzung der Buchten", erklärten die Frauen. Eiser betonte nochmals, dass es sein Ziel sei, den Wald zu erhalten: "Wir müssen ihn aber zukunftsfähig machen. Dazu gehört die Anpflanzung von Laubbäumen und Tannen."

"In ein paar Jahren sehe der Wald ganz anders aus", bat er die Anwesenden um Verständnis. Da wurde "arg dramatisiert", waren die Bürger am Ende überzeugt: "Ein solches Gespräch mit dem Förster gleich zu Beginn der Planungen hätte viel Ärger erspart."
Wir müssen den Wald zukunftsfähig machen. Dazu gehört die Anpflanzung von Laubbäumen und Tannen.Förster Andreas Eiser
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