Goldene Züchtermedaille für Erika Sauer
Rotes Höhenvieh als Überflieger

Erika Sauer kann stolz sein auf ihre Zucht. Die Moosbacherin wurde beim Zentralen Landwirtschaftsfest in München für ihre Rotvieh-Kuh "Felina" mit der Goldenen Züchtermedaille ausgezeichnet. Selbst Mutter Bavaria jubelte im Hintergrund. Bild: hfz
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Moosbach
30.09.2016
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Moosbach/München. Die Moosbacher Rinderzüchterin Erika Sauer hat prächtige Tiere im Stall und auf der Weide. Mit einer einmaligen Auszeichnung hat die Vorsitzende des Fleischrinderverbandes Bayern nun ihren Zuchterfolg auch schwarz auf weiß. Für ihre Kuh "Felina" heimste sie beim Zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) in München am Tag der Tierzucht vor einigen Tagen die Goldene Züchtermedaille ein und meinte danach überglücklich: "So eine Auszeichnung bekommst du nur einmal im Leben."

Das Rote Höhenvieh aus Moosbach startete in der Klasse der vom Aussterben bedrohten Rinderrassen und machte hier den ersten Platz. Die Sieger der Einzelklassen traten daraufhin gegeneinander an. Hier schaffte Felina den zweiten Platz. Darauf ist die 48-jährige Züchterin, die sich mit einer ganzen Rinderfamilie in zwei Anhängern und zwei Autos in die Landeshauptstadt aufgemacht hatte, besonders stolz. Die Goldene Züchtermedaille überreichte ihr die stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner zusammen mit Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Bauernpräsident Walter Heidl.

Die Herausforderung sei bei ihrer dritten Teilnahme an den Wettbewerben des Zentralen Landwirtschaftsfestes, dass die Tiere während der Präsentation inmitten eines großen Publikums sauber am Strick laufen müssen. "Und wir hatten wegen des Dorffestes in Moosbach nicht gerade viel Zeit zum Üben", lacht die Züchterin. Die 5-jährige Felina habe ihre Sache aber sehr gut gemacht.

Das Rote Höhenvieh ist eine alte, vom Aussterben bedrohte Rinderrasse, die in ihren Untergruppierungen und Schlägen vor allem in den Mittelgebirgslagen mit dem rauen Klima und kargen Böden beheimatet war. Es war ein typisches Nutzungsrind mit guten Leistungen hinsichtlich Zugkraft, Fleisch und Milchleistung bei geringen Ansprüchen an Futter und Haltung. Sauer bezeichnet das Rote Höhenvieh als "Kulturgut der nördlichen Oberpfalz".

Die erfolgreiche Züchterin hat neben der Teilnahme an den Wettbewerben den Fleischrinderverband Bayern mit insgesamt 600 Mitglieder-Betrieben beim ZLF mit einem Stand vertreten.
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