Grabinschriften erzählen über Verstorbene
Der Hirte im Schoß der Erde

Im Moosbacher Friedhof wurde in den vergangenen Tagen viel geputzt geschmückt. Josef Schafbauer kümmert sich hier um das Grab seiner Frau Maria. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
31.10.2016
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Angehörige schmücken die Gräber ihrer Verstorbenen: Reges Treiben herrscht in den Tagen vor Allerheiligen auf den Friedhöfen. Die Grabinschriften erzählen Geschichten über die Verstorbenen wie etwa Pfarrer Johann Baptist Seyler.

Niemals sonst im Jahr besuchen so viele Menschen den Friedhof St. Wolfgang. Seit der Reformation begraben die Moosbacher dort ihre Toten. Im 17. Jahrhundert besaß Moosbach zwei Friedhöfe. 1900 wurde der neue Gottesacker erweitert. 1930 kam ein Leichenhaus dazu. Vor 40 Jahren wurde der Friedhof mit erheblichen Kosten erneuert. Damals übergab die Kirche die Verwaltung der politischen Gemeinde. Viele Grabmäler geben Hinweise auf die Ortsgeschichte, wie etwa der Grabstein des Hammermeisters Hans Pleyer aus Gröbenstädt aus dem Jahre 1626. "Gott verleihe ihm und allen Christen eine fröhliche Auferstehung", ist darauf zu lesen.

Andere historische Grabsteine erinnern an den 1575 verstorbenen Moosbacher Bürgermeister Georg Portner, oder an den gestrengen Treswitzer Gerichtsschreiber Vitus Giehrl von Sonnenburg. Der Moosbacher Pfarrer und Distriktschulinspektor Johann Baptist Seyler ließ sich mit einer denkwürdigen Inschrift begraben: "Hier ruht im Schoß der Erde, der Hirt mit seiner Herde", steht auf dem "Seyler-Grabmal".
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