Historischer Arbeitskreis Moosbach stellt fünften Band der Spurensuche vor
Ein Leben ohne Kühlschrank

Die Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises Moosbach (HAK) um Sprecherin Helene Rolle stellten die neue Broschüre im Gasthaus Bodensteiner vor. Bürgermeister Hermann Ach (rechts) erhielt eines der ersten Exemplare. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
21.11.2016
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Neun Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HAK) Moosbach haben für den fünften Band der "Spurensuche" wieder einige Geschichten ausgegraben. Unter anderem erfährt der Leser von einem Raubmord bei Gröbenstädt.

Tröbes. Die neue 137-seitige Hochglanzbroschüre stellte der HAK im Gasthaus Bodensteiner vor. Den Abend eröffnete Bastian Dirscherl und spielte flott mit seiner Steirischen auf. Auch zwischen der Vorstellung der Beiträge griff er in die Tasten.

Karl Ochantel erforschte die Geschichte der Haberkäsmühle (Strehberg), die ihre Wurzeln im 16. Jahrhundert hatte und in der im 19. Jahrhundert eine große Spiegelglasschleife untergebracht war. Der Vohenstraußer erfasste auch alle Kriegsteilnehmer aus Gebhardsreuth und deckte einen Raubmord bei Gröbenstädt am 27. Januar 1868 auf. HAK-Sprecherin Helene Rolle berichtete vom ambulanten Gewerbe vor der Haustür nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele Wandergewerbetreibende sind den älteren Bürgern sicher noch bekannt. Außerdem erforschte sie, wann in den Orten der Marktgemeinde das Wasser aus dem Hahn lief und wie es in der Zeit war, in der es noch keine Kühlschränke gab.

Tragischer Tod


Weiter ging es in ihren Berichten um die Kapellen in Gebhardsreuth, die Gemeindebücherei und alte Mundartausdrücke. Mit der erst kürzlich verstorbenen Helga Rast berichtet Rolle in der "Spurensuche Nr. 5" auch über einen Blitzschlag vor genau 100 Jahren. Rast trug zum Gelingen der neuen Broschüre mit folgenden Beiträgen bei: ein Briefwechsel vor 150 Jahren, Glastransporte im 19. Jahrhundert, alte Bäume und ihre Geschichte und das Bauernjahr - Kartoffelernte. Elisabeth Reger erforschte den tragischen Tod von Karl Feneis am 14. Dezember 1914.

Pfarrer Hermann Schötz stellt den Geistlichen Jakob Eckl aus Grub vor, der 1965 starb. Josef Rauch geht der Frage nach, wie die Bevölkerung die Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg aufgenommen hat. Peter Franz erforschte die Geschichte des Ulrichhauses, Hausnummer 12, in Grub ("Kaspernhaus") anhand des Grundstückskatasters und ging Regierungsbeschlüssen und Anweisungen zum Schulwesen im 19. Jahrhundert nach.

Johann Scheuerer berichtet über die Geschichte der Waldkapelle "Rotes Kreuz" zwischen Etzgersrieth und Wildstein sowie von die Schule in Etzgersrieth, deren Ursprünge in das 16. Jahrhundert zurückreichen. Peter Garreiss veröffentliche die dritte Folge seiner Reihe "Wenn alte Häuser erzählen könnten" und spricht darin die Mühlschleife, die Pielmühle, das Remerer-Anwesen, das Türmerhaus sowie das Geburtshaus der Gründerin der Wieskirchen-Wallfahrt, Elisabeth Hiltner, an. Er beginnt mit dem ersten Teil der Kirchen in Burgtreswitz. Darin geht es um die Schlosskapelle.

Pfreimdbrücke kostet


In einem weiteren Bericht geht es um den Unterhalt der Pfreimdbrücke bei Burgtreswitz vor 200 Jahren und die damit verbundenen finanziellen Lasten der Gemeinden im östlichen Landkreis. Dass es die Lehrer in Moosbach auch schon vor 100 Jahren schwer hatten, geht aus einem Brief des damaligen Schulleiters Karl Hennemann hervor. Schließlich startet der Autor noch die Serie "Erinnerungen an frühere Zeiten". Hier werden alte historische Aufnahmen veröffentlicht.

VerkaufsstellenDie Broschüre "Spurensuche 5" mit 27 Beiträgen gibt es für sechs Euro in der Buchhandlung Rupprecht (Vohenstrauß), der Lottoannahmestelle Moosbach, der Sparkasse Moosbach, der Raiffeisenbank Moosbach, im Tourismusbüro Moosbach und der Bäckerei Held in Burgtreswitz. Dort sind auch die bisherigen Bände 1 bis 4 vorhanden. (gi)
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