Jäger übergeben neues Exponat fürs Museum
Raubtier aufm Schloss

Peter Garreiss (Zweiter von rechts) und Adolf Graf (Zweiter von links) vom Förderverein Schloss Burgtreswitz wissen schon, wo der Fischotter im Jagdmuseum seinen Platz findet. BJV-Vorsitzender Christian Ertl (rechts) und Schatzmeister Hans-Peter Klünner hatten das sehr stattliches Tier mit feinstem Pelz mitgebracht. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
17.12.2015
74
0

Das Jagdmuseum im Schloss Burgtreswitz hat eine weitere Attraktion. Dabei handelt es sich um ein Tier, das jahrelang vom Aussterben bedroht war.

Burgtreswitz. Der Vorsitzende des Bayerischen Jagdverbands (BJV) Kreisgruppe Vohenstrauß, Christian Ertl, und Schatzmeister Hans-Peter Klünner erweiterten das von der Kreisgruppe vor zehn Jahren eingerichtete Museum mit einem Fischotter. Vorsitzender Peter Garreiss und technischer Leiter Adolf Graf vom Förderverein Schloss Burgtreswitz freuten sich über das neue Exponat und dankten dafür den Jägern.

Garreiss informierte, dass das Jagdmuseum bei den Schlossführungen für sehr großes Interesse sorge. Ertl betonte, dass die Jagd auf dem Fischotter schon seit 1968 untersagt sei. Das Tier musste bei einem Verkehrsunfall bei Tännesberg sein Leben lassen. Der BJV-Vorsitzende stellte den Fischotter vor, der dem Jagdrecht unterliege, aber eine ganzjährige Schonzeit genieße. Das Tier habe sich gut an ein Leben im Wasser angepasst. Der Fischotter ist dank Schwimmhäuten zwischen den Zehen einer der besten Schwimmer unter den Landraubtieren.

Seine Nahrung bestehe aus Fischen, Krebsen und kleinen Wasservögeln. Bei einer Gesamtlänge von 1,30 bis 1,40 Metern erreiche der Fischotter ein Gewicht von bis zu zwölf Kilogramm. Jahrelang war das Tier vom Aussterben bedroht. Ein wichtiger Grund für den starken Rückgang der Population war die weitgehende Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Ausbaumaßnahmen an Flüssen und die Trockenlegung von Feuchtgebieten.

Inzwischen haben sich die Bestände wegen unterschiedlicher Lebensraumverbesserungen, besonders in den östlichen Teilen Bayerns, erholt und gesteigert, so dass es mittlerweile zu Schäden in der Fischerei- und Teichwirtschaft gekommen ist. Der Jagdverbandes fordert deshalb seit Jahren die bayernweite Erhebung der Bestandszahlen.

Das Exponat kann im Jagdmuseum des Schlosses Burgtreswitz bei Führungen ab Ostermontag, 28. März, oder bei vorbestellten Sonderführungen (Mindestteilnehmerzahl sechs Personen) besichtigt werden. Auskünfte bei Garreiss, Telefon 0176/23347840 .
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.