Jäger wählen neuen Vorstand
Wild unterstützt Ertl

Die BJV Kreisgruppe Vohenstrauß wählte einen neuen Vorstand. Vorsitzender bleibt Christian Ertl, sein Stellvertreter ist Peter Wild (vorne, von links). Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Siegfried Kleber, Christian Enderlein, Sebastian Sperl, Eduard Forster, Hans-Peter Klünner, Karl Bodensteiner und Michael Forster (von links). Bild: gi
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Moosbach
18.03.2016
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Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Bayerischen Jagdverbands, Kreisgruppe Vohenstrauß, standen Neuwahlen. Dabei gab es Veränderungen.

Vorsitzender Christian Ertl freute sich über den großartigen Besuch im voll besetzten Saal im Gasthof Bodensteiner. "Dies spricht für den intakten und funktionierenden Verein." Mit dem Jagdhornsignal "Jagd vorbei und Halali" durch die Jagdhornbläser unter Leitung von Eduard Forster wurde den verstorbenen Mitgliedern Oswald Teichmann und Herbert Zitzmann gedacht.

"Das Schwarzwild ist die beherrschende Wildart", erklärte Ertl. Er denke, dass die Bestände steigen und die Jäger zukünftig reichlich Gelegenheit haben werden, auf Schwarzwild zu jagen.

Wegen der Trichinenbeschau war der Vorsitzende mit Bürgermeister Hermann Ach beim Veterinäramt. Aber derzeit gebe es keine Gebührensenkung. "Sie kommen von den 15 Euro momentan nicht weg." Die Becquerelmessung laufe nach wie vor beim Veterinär Dr. Hubert Reindl in Moosbach. "Zurzeit sind viele belastete Tiere dabei. Dies ist jahreszeitlich bedingt." Die zuständige Kasse in Köln habe nunmehr wieder finanzielle Mittel zur Verfügung, um Ausgleichszahlungen für verstrahltes Wildbret zu leisten.

Das Sikawild werde immer mehr, obwohl es vor Jahren fast noch unbekannt gewesen sei, sagte Ertl. Dies sei der Grund, warum er im Forstbetrieb Flossenbürg vorstellig geworden sei. Nach telefonischer Rücksprache mit Forstbetriebsleiter Gerhard Hösl wäre beabsichtigt, in den Revieren, in den Hegegemeinschaften Waidhaus, Eslarn und Floß die Abschlusszeiten von männlichem Sika vorzuverlegen. "Dies heißt, die Schonzeit zu verkürzen." Die Schusszeit beginne ab 1. Mai. Ertl nehmen aber noch Kontakt mit den Leitern der Hegegemeinschaften auf.

Schwarzwild-Monitoring


"Nicht nur Spießer, Kälber und Alttiere und stärkere Hirsche drücken herein. Die Schäden an der Tanne und Douglasie sind durch sie immens", berichtete der Vorsitzende. Weiter sprach er das leidliche Thema Berufsgenossenschaft an. In Planung ist eine Klage beim Bundesverfassungsgericht durch Alfred Jobst, stellvertretender Regierungsbezirksvorsitzender. Ein weiteres großes Projekt des Bayerischen Jagdverbandes ist ein Schwarzwild-Monitoring. Ein weiteres Problem sei die Verschärfung des Waffengesetzes.

Zum Vegetationsgutachten meinte Ertl, dass das Gesamtergebnis für die Hegegemeinschaften der Kreisgruppe Vohenstrauß größten Teils zufriedenstellend sei. Es treffe bei den Waldbesitzern auf Verständnis. Zudem nahm der Vorsitzende Stellung zu den immer mehr vorkommenden Schwarzwildfängen. Ertl glaubte, dass man die Schwarzwildproblematik nicht in den Griff bekomme und verwies unter anderem auf die milden Winter. Durch den Waldumbau würden die Tiere auch reichlich Nahrung finden. Kassier Hans-Peter Klünner berichtete über die Kassengeschäfte. Die Anwesenden stimmten der Erhöhung des Mitgliederbeitrags von 50 auf 60 Euro ab nächstem Jahr zu.

Bürgermeister Ach sprach die Gebührensenkung der Trichinenschau, das Vegetationsgutachten und die Abschussplanungen an. Die Zeitschrift "Jagd in Bayern" zeige in der aktuellen Ausgabe eine Möglichkeit der Gemeinden auf, unter dem Gesichtspunkt der Seuchenbekämpfung eine Steuerbefreiung von Jagdhunden einzuführen. Die Jagd sollte der Jugend und der Bevölkerung wieder näher gebracht werden.

Ertl gab bekannt, dass Hundeobmann Roland Bäumler einen neuen Hundekurs ab den 22. April durchführe. Dazu findet ein Informationsabend am 15. April, um 19 Uhr im Grub (Nummer 8) statt. Weiter wies er auf die Hegeschau am 10. April um 14 Uhr in Waidhaus, Gasthof Moll, hin. Zudem betonte der Vorsitzende, dass Jagd und Landwirte zusammengehören. Außerdem wollen man auch mit der Bevölkerung ein gutes Verhältnis.

Vorsitzender macht weiter


Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Christian Ertl. Neuer zweiter Vorsitzender ist Peter Wild aus Pleystein, da sich Martin Vogt nicht mehr zu Wahl stellte. Um das Schriftliche kümmert sich Sebastian Sperl aus Tröbes (vormals Martin Vogt). Die weiteren Posten: Kassier Hans-Peter Klünner, jagdliches Brauchtum Eduard Forster, Presse und Computer Michael Forster, Hundeobmann Roland Bäumler, Jungjägerbeauftragter Christian Enderlein (vormals Armin Wurzer), Kassenprüfer Siegfried Kleber und Karl Bodensteiner.
Zurzeit sind viele belastete Tiere dabei. Dies ist jahreszeitlich bedingt.Vorsitzender Christian Ertl
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