Kirchenbrand in Moosbach
Pfarrer atmet auf

Am Tag nach dem Schwelbrand am Dach der Pfarrkirche St. Peter und Paul laufen die Arbeiten schon wieder normal weiter. Die Dachdecker sind schon wieder aktiv. Bilder: gi (2)
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Moosbach
18.05.2017
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Der Schreck sitzt dem Moosbacher Pfarrer Josef Most noch in den Gliedern. Als er am Mittwoch den dichten Qualm am Dach der Kirche bemerkt, wird ihm angst und bange. Wie viele andere muss er tatenlos zusehen, wie die Feuerwehrleute gegen den Schwelbrand ankämpfen. 24 Stunden später fragt ihn die "NT"-Redaktion nach seiner Gemütslage.

"Erleichtert, erleichtert", sagt der Geistliche am Donnerstag auf die Frage, wie er sich einen Tag nach dem Brand seiner Kirche fühlt. "Wir sind alle so froh, dass es doch so glimpflich ausgegangen ist." Das kleine Verbindungsdach zwischen Kirchenschiff und Turm, das am Mittwochvormittag bei Lötarbeiten an einem Kupferblech in Brand geraten war, könne man reparieren. Von weiteren Schäden sei man gottseidank verschont geblieben.

Die Dramatik des Vortags wird der Geistliche Rat so schnell nicht vergessen: "Ich war im Büro, als ich den Rauch bemerkte." Er sei dann sofort zur Kirche hinüber gerannt. Auf dem Dach hätten die Arbeiter noch verzweifelt versucht, den Brand mit Wasserkübeln zu löschen. "Aber das hat nichts mehr geholfen." Most musste tatenlos zusehen, wie die herbeigeeilten Feuerwehrleute unter schwierigen Bedingungen in luftiger Höhe um das Gotteshaus kämpften. Der Geistliche hatte große Angst, dass das Feuer auf den Dachstuhl übergreifen könnte. "Da war soviel Rauch", umschreibt Most sein Entsetzen. Auslöser für den dichten Qualm war wohl die brennende Dachpappe.

Wie auch Architekt Gerfried Mühlbauer, der die Sanierung der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Moosbach leitet, habe der Pfarrer immer wieder gesagt: "Das auch noch!" Die Arbeiten an dem Gotteshaus seien bereits von etlichen Rückschlägen und Problemen, wie etwa verfaulten Balken im Dachstuhl, begleitet worden.

"Aber gottseidank ist der Brand glimpflich ausgegangen", atmet Most hörbar auf. "Innen ist nichts passiert." Das Löschwasser sei in Bereichen versickert, wo sich viel Staub und Dreck angesammelt hatte, und nicht bis ins Kircheninnere weitergelaufen.

Einige Aktive der Moosbacher Wehr hätten am Mittwochabend den Wärmegrad am Brandherd geprüft und Entwarnung gegeben. Bereits am Donnerstag habe der Pfarrer in der Kirche schon wieder eine Messe gehalten. Die geschätzte Schadenshöhe von 30 000 Euro werde sich wohl nicht weiter erhöhen. Ein Gutachter war am Donnerstag vor Ort.

Mit Blick auf die Kirchensanierung und auch das Moosbacher Heimatfest (28. Juli bis 7. August) bleibt der Pfarrer entspannt. Die zeitliche Verzögerung der Arbeiten könne man laut Most verschmerzen: "Das sind höchstens ein paar Tage. Die Dachdecker machen weiter wie geplant." Most schnauft am Telefon kräftig durch. Die Erleichterung ist ihm anzumerken.

Gottseidank ist der Brand glimpflich ausgegangen.Pfarrer Josef Most
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