Leiterin Helene Rolle zieht sich nach 30 Jahren zurück
Bücherei weiterentwickelt

Nach 30 Jahren als Bücherei-Leiterin nimmt Helene Rolle (Mitte) Abschied. Die neue Leiterin ist Claudia Landgraf-Spendel (Zweite von links) und ihre Stellvertreterin Kerstin Bodensteiner (Dritte von rechts). Dazu gratulierten Bürgermeister Hermann Ach, Pfarrer Josef Most sowie die Kuratoriums-Mitglieder Konrad Lingl und Josef Rauch (von links). Bild: gi
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Moosbach
30.12.2015
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Nach 30 Jahren legt Helene Rolle ihr Amt als Leiterin der Gemeinde- und Pfarrbücherei nieder. Ganz aufhören will sie aber dann doch noch nicht.

In einer außerordentlichen Kuratoriums-Sitzung verabschiedeten die Verantwortlichen Rolle. "Liebe Helene. Ich denke nach 30 Jahren aktiver Zeit, in der du die Einrichtung geprägt hast, ist es dir vergönnt, dich ein bisschen zurückzuziehen", sagte Bürgermeister Hermann Ach. Durch ihr großes Engagement sei eine Vorzeige-Bücherei entstanden. Er hoffe, dass Rolle weiterhin in Kontakt zum Haus bleibe und ihre Erfahrungen an die Nachfolger weitergebe.

Kinder im Fokus


Die Bücherei ist aus der Pfarrbücherei entstanden. Pfarrer Josef Most dankte daher Rolle herzlich. Er wisse, was für viele Arbeit dahinter stecke. Die Betreuung der Kinder sei ihr wichtig gewesen. Der Geistliche überreichte ihr ein Bild vom alten Moosbach mit Kirchplatz, Pfarrhof und Schwesternhaus.

Rektor Josef Rauch erinnerte, dass Rolle seit Jahren das Lesen fördere. Natürlich seien die Computer an der Schule wichtig. Doch das Lesen sei noch wichtiger. Jeden Monat ist die Schule mit allen Klassen in der Bücherei "und die Schüler freuen sich, wenn sie kommen dürfen".

Die Geehrte gab einen Rückblick. Zuerst war die Bücherei im alten Pfarrhof. Seit der Eröffnung der neuen Einrichtung im Rathaus im Dezember 1985 war Rolle dabei. Sie habe schon länger als 30 Jahre gearbeitet. Mit Marianne Schmidbauer habe sie unter der Anleitung von Schwester Eleonore vom Michaelbund die Bücherei nach dem damaligen neuesten Stand mit eingerichtet. Zum ersten Team gehörten Luzia Guttenberger, Brigitte Beugler mit Söhnen, Elke Garreiss, Claudia Greßmann, Armin Bulenda, Christian Hierold und Christian Landgraf.

250 Ausleihen pro Tag


Seit 1992 werden monatliche Vorlesestunden angeboten, Schul-Ausleihe seit 1989. Diese habe sich in der Statistik positiv ausgewirkt. 250 Ausleihen an einem Tag waren damals keine Seltenheit. Die Umstellung auf dem PC erfolgte 2000. Durch die Schul-Ausleihe standen sie im KAB neben Grafenwöhr mit an vorderster Stelle. Durch den Wegfall der Hauptschule zeige der Trend jetzt nach unten. Die Schule sei ihr ein Anliegen, deshalb wolle sie die Schul-Ausleihe weiterhin machen sowie auch Märchenstunden abhalten. Ein gutes Team-Klima sei ihr immer wichtig gewesen. Der Michaelsbund habe durch ein vielfältiges Angebot beigetragen und sollte in Zukunft weiterhin berücksichtigt werden. Ihr letzter Antrag war der Online-Katalog.

Zur neuen Bücherei-Leiterin wurde Claudia Landgraf-Spendel bestellt und zu ihrer Stellvertreterin Kerstin Beugler. Bürgermeister Ach dankte für die Bereitschaft und bot ihnen ein offenes Gespräch sowie offene Türen in der Verwaltung an.
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