Marktrat Moosbach
80 neue Bauplätze

Die ersten 18 von 80 Bauplätzen im Baugebiet "Steinling III" will der Markt Moosbach im kommenden Jahr erschließen. Bild: gi
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Moosbach
11.11.2016
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Zufriedene Gesichter im Gemeinderat Moosbach: Der Markt wird von keiner Variante der Nord-Süd-Stromtrasse berührt. Bürgermeister Hermann Ach hat auch für die Landwirte eine gute Nachricht.

Denn der geplante 15 Kilometer breite Korridor entlang der Stromleitung werde keine Einschränkungen für die Landwirtschaft bringen. Bei der Forstwirtschaft sehe es anders aus. Ein Beschluss war deshalb nicht erforderlich.

Finanzierung unsicher


Nicht durchringen konnte sich das Gremium zu einer uneingeschränkten Ausschreibung des Ausbaus der Straße von Niederland nach Etzgersrieth. Obwohl die Regierung der Oberpfalz in Regensburg vor knapp einem Monat die Förderfähigkeit bestätigte, hielten die Gemeinderäte die Finanzierung nicht für gesichert, denn leider sei in diesem Schreiben kein Fördersatz genannt. Ach erklärte, dass er sich an das Finanzministerium gewandt habe. Angesichts der Haushaltslage und als Empfänger von Stabilisierungshilfen könne die Kommune die Maßnahme nur bei einem Fördersatz von 90 Prozent umsetzen.

Von den Gesamtkosten von 1,9 Millionen Euro wurden nur 1,654 Millionen Euro als förderfähig anerkannt. Die Differenz müsse die Gemeinde tragen. Bei einem Fördersatz von nur 75 Prozent entfielen laut Geschäftsleiter Andreas Hofmeister 660 000 Euro Eigenleistungen auf den Markt. Einstimmig beschloss das Gremium, die Arbeiten nur auszuschreiben, wenn der Fördersatz 90 Prozent beträgt.

Grundstücke unerschlossen


hat nur noch einen Bauplatz anzubieten, sagte Ach. Im Baugebiet "Steinling III" stehen aber 80 unerschlossene Grundstücke bereit. Davon könnten nun 18 Parzellen erworben werden. Die Kosten von 850 000 Euro (inklusive Grundstückskosten) müssten dafür aber bereitgestellt werden. Im Haushalt 2017 könnte die Maßnahme abgewickelt werden. Weil nicht alle 18 Grundstücke schnell verkauft werden können, würden sich aber Probleme der Vorfinanzierung ergeben. Josef Rauch schlug vor, vor einer Neuerschließung erst die Leerstände in der Gemeinde aufzulisten, denn Ortskerne werden immer weniger bewohnt.

Der Rathauschef wies auf Probleme dieser meist an der Hauptstraße liegenden Grundstücke hin. "Die Leute wollen eine ruhige Wohngegend." Josef Hierold sprach das Problem der Baulücken in Neubaugebieten an. "Die Leute wollen nicht verkaufen, weil sie Angst vor der Besteuerung haben."

Ach sah eine Möglichkeit, bei Neuerschließungen erst Kanal und Wasser zu verlegen und später den Straßenbau durchzuführen. Mit 11:1 beschloss das Gremium, die Erschließung der 18 Bauplätze im Haushalt 2017 aufzunehmen. Die Verwaltung wurde ermächtigt, einen Ingenieurvertrag für das Erschließungsprojekt abzuschließen.

Neues LöschfahrzeugGrünes Licht gaben die Gemeinderäte zum Kauf eines Löschgruppenfahrzeugs LF 8 für die Feuerwehr Gaisheim. Das Gefährt mit 18 000 Kilometern wird von der Feuerwehr Wildeppenried für 2000 Euro erworben. Den Kaufpreis trägt die Wehr. Josef Schafbauer bestätigte den Top-Zustand des Autos. Bürgermeister Hermann Ach berichtete in der Marktratssitzung von einer Dorfversammlung in Gaisheim, bei der trotz kontroverser Diskussionen schließlich fast alle Anwesenden dem Kauf zugestimmt haben. Erhard Scheuerer sprach die erheblichen Folgekosten und eventuell erforderlichen Umbauarbeiten am Feuerwehrhaus an. Laut Rathauschef sei diese aber geklärt. (gi)


Ärger über AsphaltierungsarbeitenDie Gemeinderäte ärgerten sie über die Asphaltierungsarbeiten einer auswärtigen Firma nach der Breitbandsanierung im Gemeindegebiet. "Wir haben unsere Bedenken vorgebracht und haben nichts abgenommen", gab Bürgermeister Hermann Ach zu verstehen. Josef Hierold nannte es eine Katastrophe, bei Temperaturen unter acht Grad Oberbauarbeiten durchzuführen. Auch Josef Schafbauer hielt mit Kritik wegen der Arbeiten oberhalb seines Anwesens nicht zurück. Hier sollte der Bauausschuss schnellstens vorbeisehen. Josef Rauch erkundigte sich über die Verwendung des leeren Grundschulgebäudes. Ach sprach von weiteren vorliegenden Anfragen. Hierold schlug vor, die Kastanie an der Kapelle Saubersrieth zur Vermeidung von Unfällen vom Fachleuten ansehen zu lassen. Konrad Lingl erinnerte an die Durchführung der wasserrechtlichen Verfahren für die Schutzgebiete des Tiefbrunnens und der Quellen. (gi)
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