Moosbacher auf Standortsuche
Kräutergarten statt Busbahnhof

Auf dieser Fläche am Ortseingang an der Gröbenstädter Straße in Moosbach könnte der Kräutergarten entstehen. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
10.10.2016
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Die Standortsuche nach einen geeigneten Platz für einen Kräutergarten in Moosbach geht weiter. Allerdings gibt es einen Favoriten.

Vor zwei Monaten hatten sich die an einem Kräutergarten interessierten Moosbacherinnen mit Bürgermeister Hermann Ach im Kurpark getroffen, um ein geeignetes Grundstück zu finden. Im östlichen Teil des Areals wurden sie fündig. Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch erhielt den Auftrag, ein Gesamtkonzept zu entwickeln.

Knapp 60 000 Euro


Lösch informierte nun den Bürgermeister und die Frauen im Besprechungszimmer des Rathauses über mögliche Lösungen. Aber der Planer sprach auch von knapp 60 000 Euro Baukosten. Allein 14 000 Euro würden die Stützmauern, 11 000 Euro der Zaun und 10 500 Euro die Kräuterpflanzen verschlingen.

Da wurde der Ruf nach einer staatlichen Förderung des Projekts laut. Die Besprechung machte aber auch deutlich, dass Biotopflächen des Kurparks nicht für einen Kräutergarten hergenommen werden dürfen. "Warum sollen sich das Biotop und der Kräutergarten nicht vertragen?", fragten die Damen.

Um mögliche Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, wurde nach Alternativflächen gesucht. Den Vorgarten des Pfarrhofs hielten die Damen für zu klein. Die Brunnenanlage an der Gröbenstädter Straße/Burgtreswitzer Straße dagegen fand eher Zustimmung. Lösch hatte vor der Sitzung vorsorglich schon Fotos von dem Gelände angefertigt.

Er wies darauf hin, dass vor etwa 20 Jahren auf diesem Grundstück ein Busbahnhof geplant war. Hier sollten für die Fahrzeuge, die die Urlaubsgäste nach Moosbach brachten, die Parkplätze ausgewiesen werden. Da die Gruppenreisen massiv zurückgingen, wurde das Vorhaben zu den Akten gelegt.

Ortsbesichtigung


Der Architekt sprach auch die bereits vorhandene Erschließung des Grundstücks an. Die Beteiligten kamen überein, zunächst eine Ortsbesichtigung durchzuführen. Lösch soll bis dahin entsprechende Planungsvorschläge ausarbeiten. Zu klären wird auch noch sein, welche Rechtsgrundlage der Kräutergarten erhalten soll. Derzeit ist eine Bauträgerschaft durch die Gemeinde geplant. Eine Interessensgemeinschaft "Kräutergarten" dagegen würde sich um die Bewirtschaftung des Gartens kümmern. Eine Vereinsgründung würde sich dabei erübrigen.
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