Moosbacher besuchen Pater Ferdinand im Kongo
"Hilfe muss weitergehen"

Die Moosbacher Anja Sauer, Gaby Hagn, Jakob Rom, Maria Hierold (Nichte von Pater Ferdinand) Romy Sperl und Roland Kübler (von links) trafen im Kongo auch Lingala-Lehrer Mbaraza (hinten, Mitte). Bilder: gi (2)
Vermischtes
Moosbach
23.09.2016
210
0
 
Anja Sauer besuchte einige Kinder in Ndendule.

Der aus Tröbes stammende Augustinerpater Ferdinand Bodensteiner ist nach seinem mehrmonatigem Heimaturlaub wieder in den Kongo zurückgekehrt, wo er seit 1971 als Missionar tätig ist. Manfred Gürtler aus Burgtreswitz, der auch schon oft in dem afrikanischen Land war, hat ihn begleitet.

Gürtler setzte sich zum Ziel, während seines Aufenthalts die Fahrzeuge und Maschinen in der Missionsstation wieder auf Vordermann zu bringen. Während dieser Zeit bereitete sich eine weitere Reisegruppe vor, um mit vielen Spenden und nützlichen Mitbringseln im Gepäck in den Kongo zu reisen. Dazu gehörten die Nichte von Pater Ferdinand, Maria Hierold aus Moosbach, Roland Kübler aus München, Anja Sauer aus Burgtreswitz, Jakob Rom und Romy Sperl aus Tröbes sowie Gaby Hagn aus Moosbach.

Große Gastfreundschaft


Groß war die Freude über das Treffen mit Gürtler auf der Flugpiste, der mit der gleichen Maschine seine Heimreise antrat. Pater Ferdinand brachte die Gäste mit dem von der Pfarrei Moosbach gespendeten Unimog in das etwa zehn Kilometer entfernte Ndendule, wo alle unter lautem Jubel und vielen "Mbote mingis" begrüßt wurden. Große Freude herrschte auch über das Wiedersehen mit Hagn, die bereits zum vierten Mal nach Ndendule kam, dort schon viele Freundschaften geschlossen hat und von vielen "Mama Gaby" genannt wird. Die Neuankömmlinge waren ergriffen von der großen Gastfreundschaft und der Offenheit, die sie von Anfang an erfuhren. In den ersten Tagen schauten sich die Besucher in Ndendule um. Sie staunten über das von Pater Ferdinand vor etwa 30 Jahren geschaffene Entwicklungsprojekt Centre de formation pour le dévelopement communautaire, das Ausbildungszentrum für die allgemeine Entwicklung, das inzwischen als Vorbild für ähnliche Einrichtungen dient. Stolz ist der Pater auf die Erfolge seiner Bildungseinrichtung (Institut Technique Agroveterinaire), die mit Hilfe von Spenden der Pfarrei Moosbach erbaut wurden, und der Grundschule. Schon mehrere Jahre in Folge erreichten die Absolventen die besten Abschlüsse im Umkreis, und das, obwohl die Lehrer keine Bezahlung mehr durch den Staat erhalten und die Schüler oft arbeiten müssen, um sich das Schulgeld leisten zu können.

Der Kindergarten konnte leider noch nicht in Betrieb genommen werden, da es kein Geld für den Kindergärtner gab. Spenden machten es möglich, dass seit September der Betrieb wieder anläuft.

Nützlich gemacht


Ein Anliegen der Reisegruppe war es, sich nützlich zu machen. Unter anderem halfen sie beim Aufräumen des Lagers, bei Näharbeiten, beim Verarzten von leichten Verletzungen und Verabreichen von Medikamenten, beim Entkernen von Erdnüssen, in der Küche, beim Säubern einer Salzlieferung, beim Überholen der Gitarren oder bei der Gestaltung von kirchlichen Festen.

Obwohl die Straßen in katastrophalem Zustand sind, unternahm die Gruppe mit Pater Ferdinand auch einige Exkursionen zu Buschkapellen, die der Missionar betreut. Besonders während solcher Fahrten wurden die Besucher auch mit sehr viel Leid und extremer Armut konfrontiert.

Unvorstellbare Armut


Die Menschen im Busch leben in einfachen Lehmhütten, schlafen zum großen Teil auf dem Boden und besitzen meist nur das, was sie am Leib tragen. Neben der unvorstellbaren Armut ist auch die fehlende ärztliche Versorgung ein großes Problem. So sterben täglich Kinder an Mangelernährung, Malaria oder Tropenkrankheiten. Und weil es kaum Möglichkeiten gibt, einer geregelten Arbeit nachzugehen, können sich viele Kranke Medikamente oder eine Behandlung im Krankenhaus nicht leisten.

Nach ihrem dreiwöchigen Aufenthalt war sich die Reisegruppe sicher: "Die Hilfe und Unterstützung von Pater Ferdinand für den Kongo muss unbedingt weitergehen." Die Missionsbrücke der Pfarrei Moosbach bittet deshalb um Spenden auf das Konto der Raiffeisenbank, IBAN DE 21 753 631 890 003 219 550 .
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.