Mundartabend im Gasthaus Bodensteiner in Tröbes
Birke schützt vor Hexen

Zum Mundartabend unter dem Motto "Wöi uns da Schnobl gwachsn is" hatte der Heimatkundliche Arbeitskreis ins Gasthaus Bodensteiner in Tröbes eingeladen. Helga Rast, Helene Rolle sowie Peter Franz gaben Geschichten, Gedichte und Wirtshausanekdoten in Mundart zum Besten. Auch Max Frischholz trug dazu bei. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
28.04.2016
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Viel zum Schmunzeln gab es beim Mundartabend im Gasthaus Bodensteiner in Tröbes. Der Heimatkundliche Arbeitskreis Moosbach hatte dazu unter dem Motto "Wöi uns da Schnobl gwachsn is" eingeladen.

Tröbes. Helene Rolle, Peter Franz, Helga Rast und Max Frischholz trugen Geschichten, Gedichte sowie Wirtshausanekdoten in Mundart vor. Dazwischen spielte Bastian Dirscherl mit seiner Steirischen Harmonika zünftig auf. Für die Akteure gab es viel Beifall. Sprecherin Rolle begrüßte zum dritten Mundartabend über 30 Besucher in der Wirtsstube des Gasthauses.

"Mir san Oberpfälzer"


Mit einem selbstverfassten Gedicht "Mir san Oberpfälzer" eröffnete sie den Abend. Weiter trug sie von der Walpernacht, die eine Raunacht ist, von Franz Xaver von Schönwerth vor. Er hat in Dialekt geschrieben, da seine Frau aus Neuenhammer stammte und sie ihn dazu anregte. Einen Tag vor der Walpernacht wurde früher der Walperbaum heimgetragen. Das war eine junge Birke, die meist vor die Stalltür gestellt wurde, damit keine Hexe hinein kam.

Damit sie den Tieren trotzdem nichts anhaben konnten, hatte man ihnen Geweihtes ins Futter gegeben. Nach dem Gebetläuten ging das "Hexenplesch'n" an, und damit vertrieb man alle Hexen im Dorf. Weiter trug sie "D'Sau, da Baua und sei Hund" und das selbstverfasste Gedicht "Wöi es mach, is's falsch" vor.

Ein Loblied auf die Wärmflasche, verfasst von Rast, trug Franz vor. "Ein Glaserl Schnaps wärmt 's Innenlebm für Äußere tuts Wärmflaschn gebm." Franz hatte den fränkischen Text auf die Oberpfälzer Mundart umgeschrieben. Anschließend waren die Besucher zum Mitmachen bei der singenden Wirtshaus-Litanei eingeladen. Franz stellte den Pfarrer dar und alle das Volk. Weiter berichtete er von der lustigen Geschichte "'s Gebiss", das der Bauer verloren hatte.

Dem Pfarrer zu teuer


Die Gedichte "Da baise Maxl" und "Dschamsterer und Gspusi" gab Frischholz zum Besten. Weiter berichte er "Über zwei Viehhändler in Isling" oder "Daam san firte" von Stefan Helml. Aus dem Oberpfälzer Lesebuch war "Hansl, versteihst me? oder "Dreegwutzala" zu hören. Aus den Bayerischen Witzgedichten "Allerweil a wengerl lusti" von Alfred Graf stammte die "D' Huberin vor Gericht" oder "Die Joppe in der Odelgrube", die nicht mehr angezogen werden konnte. Doch der Besitzer wollte nur seine Brotzeit herausholen. Rast erzählte schließlich über das "Holzfoahrn", das dem Pfarrer zu teuer war.
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