Partnerschaft zwischen Moosbach und Cunersdorf
Freundschaft gedeiht prächtig

Cunersdorfs Altbürgermeister Alfred Brand (vorne, Dritter von links) war mit seinem sein Sohn Thomas (vorne, links) nach Moosbach gekommen und frischte die Freundschaft auf. Darüber freuten sich auch Altbürgermeister Hans Roßmann (vorne, Dritter von rechts) und Bürgermeister Hermann Ach (vorne, Zweiter von links). Bild: gi
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Moosbach
29.10.2016
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Aus einer Autopanne entstand die Freundschaft zwischen Moosbach und Cunersdorf im Erzgebirge. Bereits eine Generation lang bestehen die guten Beziehungen.

Cunersdorfs Altbürgermeister Alfred Brand war mit seinem sein Sohn Thomas nach Moosbach gekommen und feierte mit Freunden im Gasthaus Bodensteiner einen gemütlichen Abend. Dabei kamen viele frohe und traurige Anlässe aus der Zeit nach der Wende in Erinnerung. Viele Moosbacher nahmen teil. Altbürgermeister Hans Roßmann hatte das Treffen organisiert.

Geburt der Freundschaft


Bürgermeister Hermann Ach freute sich über den Besuch und überreichte Brand einen Brotzeitkorb. Der Sachse erinnerte an die Geburt der Freundschaft. Alles begann 1989 mit einer Autopanne einer Cunersdorfer Familie im Raum Moosbach. In ihrer Not wandten sich diese an den damaligen Rathauschef Roßmann. Er half ihnen weiter und zahlte ihnen sogar das Begrüßungsgeld von 40 D-Mark aus.

Als Kantor in der evangelischen Kirche entsprach Brandt nicht gerade den Vorstellungen des Regimes. Aber als Handwerker im Zweitberuf konnte er einiges für seine DDR-Mitbürger erreichen.

Nach der Wende wurde Brandt Bürgermeister von Cunersdorf. Bald entwickelte sich eine Freundschaft zwischen ihm und Roßmann. Ein von ihnen gepflanzter "Baum der Hoffnung" in Cunersdorf entwickelt sich bis heute prächtig. Die beiden Kommunen waren auch ohne Patenschaftsurkunden in Freundschaft verbunden. Freundschaften müssten von Herzen kommen, aber nicht durch den Abschluss von Urkunden entstehen, meinten die damaligen Gemeinderäte.

So half Moosbach mit seinem damaligen Geschäftsleiter Peter Garreiss mit beim Aufbau der Gemeindeverwaltung Cunersdorf. Seine erste Arbeit war die Erstellung des Haushaltsplans des Orts für 1991. Es sei der erste Haushaltsplan gewesen, der nach der Wende im Landratsamt Annaberg einging. Moosbach war bei der 625-Jahr-Feier in Cunersdorf stark vertreten. Die Sachsen waren bei der 850-Jahr-Feier in Moosbach. "Ich möchte diese Zeit und dem damaligen Geist der Wende nicht missen", schwärmt Brand noch immer. Auch Roßmann freute sich über die Freundschaft mit den Sachsen, die in viele Familien hinein gehe.

Positive Erinnerungen


Ach sprach von einer gewachsenen Freundschaft mit vielen positiven Erinnerungen. Als Musikant bei der Moosbacher Blasmusik war er bei einigen Freundschaftstreffen dabei. Die Verbindungen sollten auch in Zukunft aufrechterhalten werden.
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