Siedlergemeinschaft Moosbach kommt zusammen
Kurpark attraktiver machen

Die Siedlergemeinschaft Moosbach ehrte ihre langjährigen Mitglieder. Dazu gratulierten Bürgermeister Hermann Ach, Vorsitzender Peter Rieß und stellvertretender Bezirksvorsitzende Helmut Grünbauer (von rechts). Bild: gi
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Moosbach
20.03.2016
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Ausführlich ging Bürgermeister Hermann Ach in der Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Moosbach auf den Kurpark ein. Zudem hatte er gute Nachrichten für Bürger, die auf der Suche nach Bauland sind.

Der Rathauschef hob das große Engagement der Siedler hervor. "Hier funktioniere das Vereinsleben noch. Die Mitglieder werten durch ihre Teilnahme den Gartenmarkt im Kurpark auf."

Er sprach auch die vorgesehenen Baumaßnahmen im Kurpark an. Die Kommune erwarte sich davon eine touristische Bereicherung. Derzeit befinden sich die Zuwendungsanträge bei der Regierung der Oberpfalz. Der Umbau in einen Generationenpark beschneide die Erholungsfunktion des Kurparks nicht. Die beabsichtigte Steigerung der Attraktivität sei Voraussetzung für eine staatliche Förderung.

Engpässe bei Bauland


Die Arbeiten würden sich bis 2018 hinziehen. Im Heimatfestjahr 2017 soll mit den Baumaßnahmen im Kurpark etwas kürzer getreten werden, um die Voraussetzungen für größere Veranstaltungen im Festjahr zu schaffen.

Engpässe gebe es bei der Beschaffung von Bauland in Moosbach, denn die Gemeinde besitze nur mehr zwei Bauparzellen. Deshalb sei ein neues Baugebiet geplant. Die Kosten für die Bauwilligen müssten aber tragbar sein. Beim Baugebiet "Birnbaum" in Grub habe man gezeigt, dass es durch Gespräche mit den Siedlern und vernünftigen Kostenschätzungen zu einvernehmlichen Lösungen kommen kann. "Es gibt nichts schlimmeres für einen Bürgermeister, als Beitragsbescheide zu versenden. Deshalb muss für den Siedler und Beitragszahler alles voraussehbar sein", erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Für wichtig hielt Ach einen regelmäßigen Unterhalt der Siedlungsstraßen, denn die Abgrenzung zwischen umlagefähigem Ausbau oder nur Unterhalt, sei oft sehr problematisch. 2017 will deshalb die Gemeinde Moosbach mit Unterhaltungsmaßnahmen an Siedlungsstraßen beginnen.

Helmut Grünbauer vom Bezirksverband erklärte, dass die am 1. April in Kraft tretende Änderung des Kommunalabgabengesetzes, hinsichtlich des Ausbaubeitrages, den Siedlerbund nicht zufriedenstellen könne. Notfalls schrecke man auch von einer Klage nicht zurück.

255 Mitglieder


Grünbauer wies die Mitglieder auf die durch den Bezirksverband mit verschiedenen Händlern vereinbarten Rabatte und Sammelbestellungen hin. Er informierte auch über mögliche Zuschüsse des Bezirksverbandes beim Ankauf von Gerätschaften. Er bat andererseits auch die Siedlergemeinschaft um finanzielle Unterstützung bei der Erstellung der Außenanlagen der Bezirksgeschäftsstelle in Weiden. Ehrenvorsitzender Josef Eckl erwiderte, dass die Siedlergemeinschaft Moosbach jährlich 4 000 Euro an den Bezirk abliefern müsse. Das müsste reichen.

Siedler-Vorsitzender Peter Rieß berichtete von einem erfolgreichen zurückliegenden Jahr. Die Siedlergemeinschaft zählt 255 Mitglieder, davon 189 Voll- und 66 Altmitglieder. 2015 hatte man sechs Sterbefälle, drei Kündigungen und sieben Neuaufnahmen zu verzeichnen. Hauptanziehungspunkt für die Mitgliedschaft bei der Siedlergemeinschaft sei nach wie vor die Bauherren-Haftpflichtversicherung. Im abgelaufenen Jahr fanden neun Vorstandssitzungen und drei Arbeitseinsätze am Siedlerhaus statt.

Man besuchte Veranstaltungen des Patenvereins Eslarn, der Feuerwehren Rückersrieth und Moosbach sowie das Heimatfest Eslarn und wanderte nach Lohma. Mit vier Personen beteiligte sich die Siedlergemeinschaft an der Aktion "Saubere Landschaft". Rieß wies darauf hin, dass der Verein auch ein Kleingerüst in Höhe von 5,80 Metern vermiete.

In seinem Ausblick auf 2016 sprach der Vorsitzende die Teilnahme am Osterpokalturnier der "Blau-Weiß"-Kegler, den Arbeitseinsatz am 2. April, den Tagesausflug nach Bayreuth am 19. Juni, die Teilnahme am Kinderferienprogramm sowie den Workshop am 17. August mit Margit Bauer an. Nebenbei fallen noch Arbeiten an einem "Großprojekt", nämlich die Sanierung des Siedler-Festwagens, sowie die Erstellung eines Flyers über die Gerätschaften der Siedler an. Schriftführer Roland Kleber bat Bürgermeister Ach, künftig die Rama-dama-Aktion in die wärmere Jahreszeit zu verlegen.

Schatzmeisterin Anita Sachs gab umfassende Auskunft über die finanzielle Situation im Verein. Die Kassenprüfer Anja Kleber und Josef Rauch bestätigten einwandfreie Kassenführung. Gerätewart Rudi Schmid bat die Mitglieder, die ausgeliehenen Geräte unbedingt an ihn zurückzugeben und nicht gleich an andere Mitglieder weiterzugeben.

Ausgezeichnete MitgliederGemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden Christine Meindl, Bürgermeister Hermann Ach und den stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Helmut Grünbauer nahm Vorsitzender Peter Rieß die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Für 30-jährige Treue wurden Johann Kindl, Robert Schweigl und Johann Meier geehrt. Seit 20 Jahren gehören der Siedlergemeinschaft Josef Biehler, Ambros Held, Karl Koller und Franz Hierold an. 10 Jahre sind Anneliese Schweigl, Georg Thalhauser, Adam Baier, Stefan Bauer und Thomas Rappl dabei. (gi)
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