„Stammtisch-Schnitzer“ stellen auf Schloss Burgtreswitz aus
Hohe Schnitzkunst

An zwei Tagen ließen sich die Besucher von der Schnitzkunst der "Stammtisch-Schnitzer" im Schloss Burgtreswitz inspirieren. Bild: gi
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Moosbach
21.01.2016
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Weit über die Grenzen des Landkreises Neustadt hinaus sind mittlerweile die "Stammtisch-Schnitzer" bekannt. Was vor knapp zehn Jahren begann, hat sich zu einer großen Bewegung entwickelt.

Burgtreswitz. Dies zeigten die Schnitzertage im Schloss, zu denen mehrere Hundert Schnitzer, Hobbyschnitzer, Anfänger, Fortgeschrittene, aber auch nur an der Kunst Interessierte aus Amberg, Waldmünchen, Weiden und Furth im Wald ins alte Pflegschloss gekommen waren. Auch Bürgermeister Hermann Ach, Pfarrer Erwin Bauer aus Eslarn, der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Burgtreswitz, Peter Garreiss, sowie die "Wurzelstolperer" aus Weiden und die "Hobbyschnitzer" aus Floß waren unter den Besuchern.

Viele Tipps


Anton Pöpperl aus Pleystein und seine Mitstreiter Erich Neuber aus Pleystein, der Waldthurner Alwin Daubenmerkl sowie die Burgtreswitzer Siegfried Hanauer, Rudolf Krämer und Silke Krämer stellten sich bereitwillig den vielen Fragen. Pöpperl gab besondere Tipps für das zum Schnitzen erforderliche Werkzeug.

Besonders warnte er vor zu schnellem Schleifen der Messer. Zu dieser "Wissenschaft" müsse man sich viel Zeit nehmen und dürfe nichts zu heiß werden lassen. Lindenholz und die Seidenföhre priesen die "Stammtisch-Schnitzer" als das beste und am leichtesten zu bearbeitende Holz an. Ahorn, Kirsche, Eiche oder Buche eignen sich besser zum Drechseln.

Hunderte Exponate


Die Schnitzer präsentierten mehrere Hundert Exponate in der Gaststube und im Nebenraum des Schlosses. Zu sehen waren Schafe, Esel, Kamele, Bauern, Kreuze, Bäume, Krippen, Häuser, Scheunen, Engel oder Tannenzapfen. Besonderheiten waren Werke, die mehrere Menschen und Tiere aus einem Holzstück zeigten. Die drei Hirten aus einem Stück von Pöpperl gehörten schon der höheren Schnitzkunst an. "Haben Sie das Stück von Grund auf selbst geschnitzt oder war dafür ein Rohling die Grundlage?", war eine häufig gestellte Frage. Die Schnitzer zeigten den Gästen, wie sie das anhand der Beschaffenheit der Oberfläche ganz leicht feststellen können. "Die Kunden wollen Handarbeit und die Schnitzerei stehe vor einer Renaissance", war für die Verantwortlichen das Resümee der Veranstaltung. In der Gaststube gab es auch Kaffee und Kuchen.
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