Starker Verkehr durch Gröbenstädt-Siedlung
Bürger wollen ihre Ruhe haben

So wollen es die Anwohner von Gröbenstädt-Siedlung: Rechts der Schwerlastverkehr über zwölf Tonnen Richtung Lohma und links die Autos. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
12.02.2016
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Die Einwohner des Moosbacher Ortsteils Gröbenstädt-Siedlung stöhnen unter dem Durchgangsverkehr. Vor allem Lastwagen machen ihnen zu schaffen.

Gröbenstädt-Siedlung. Fast alle Bürger aus den 16 Anwesen des Gemeindeteils waren deshalb zur Besprechung mit Bürgermeister Hermann Ach und Geschäftsleiter Andreas Hofmann im Rathaussaal erschienen. Der Gemeindechef räumte ein, dass sich die Situation durch den Bau der Autobahn bei Lohma und der Brücke in Burgtreswitz verändert habe. Früher war es die Staatsstraße 2160, die Gröbenstädt-Siedlung durchquerte. Heute sei daraus eine stark frequentierte Ortsstraße geworden, die noch dazu gegenüber der von Moosbach nach Lohma führenden Strecke vorfahrtsberechtigt sei.

Beschränkung gefordert


Die Anlieger beklagten vor allem den Schwerlastverkehr und forderten deshalb eine Beschränkung auf zwölf Tonnen sowie die Änderung der Vorfahrt. Einige Bürger verlangten sogar den Einbau von Schikanen im Bereich der Ortsdurchfahrt. Dadurch solle erreicht werden, dass sich wenigstens der Schwerlastverkehr in Richtung Autobahn und Staatsstraße bewege.

Nachdem auch die Ortsdurchfahrt von Burgtreswitz auf zwölf Tonnen gesperrt ist, hätte dann der Schwerlastverkehr nur noch die Möglichkeit über Lohma auszuweichen, gab Ach zu verstehen. Dies würde einen Umweg von 1,3 Kilometern bedeuten. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass bereits verdeckte Verkehrszählungen begonnen haben. Diese seien aber wegen des derzeit geringen Verkehrsaufkommens noch nicht sehr aussagekräftig. Auch Geschwindigkeitsmessungen werde es geben.

Infrastruktur vorhanden


Die Bürger wiesen darauf hin, dass die Infrastruktur für eine Lösung schon vorhanden sei. Man bräuchte nur den Schwerlastverkehr über Lohma leiten. Die 1,3 Kilometer Umweg müssten es schon wert sein, dass die Anlieger endlich ihre Ruhe finden. Sollte sich nichts ändern, würde die Ortsdurchfahrt in fünf bis sechs Jahren völlig kaputt sein.

Der Rathauschef erläuterte, dass das Straßenbauamt die Kreuzung Ortsdurchfahrt/Staatsstraße 2160 ausbauen würde. Leider scheiterte dies bislang an der mangelnden Bereitschaft eines Anliegers, den dafür erforderlichen Grund herzugeben. Es müsse geprüft werden, ob nicht mit einer kleinen Lösung die Kreuzung erstellt werden könne.

Nicht begeistert waren die Teilnehmer vom Vorschlag eines Mitbürgers, die Dorfstraße in eine Sackgasse umzuwandeln. "Dann müssten wir ja selbst über Lohma oder gar Burgtreswitz fahren, um nach Vohenstrauß zu kommen. Wer zahlt uns den Benzin für die längere Strecke?", fragten sie. Vor weiteren Gesprächen sollen erst die Ergebnisse der Verkehrszählung und der Geschwindigkeitsmessungen abgewartet werden.
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