Übersetzungsfest in der Wieskirche
Wundersame Dinge

Das Gnadenbild "Zum gegeißelten Heiland" über dem Tabernakel in der Wieskirche steht am Sonntag im Mittelpunkt der Festlichkeiten in der Wallfahrtskirche. Bild: gi
Vermischtes
Moosbach
15.10.2016
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Betend und ehrfurchtsvoll pilgerten in den vergangenen Jahrhunderten viele Wallfahrer zur Wieskirche nach Grub. Am Sonntag, 16. Oktober, ist es nun wieder so weit.

Das Gotteshaus war das Ziel von Pilgern, die aus allen Teilen Deutschlands, Österreich und Böhmen nach Moosbach kamen und die Heilung und den Schutz des gegeißelten Heilands erflehten. Die Wieskirche wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und spendete vielen Menschen, Freude, Hoffnung und Trost. Am Sonntag, 16. Oktober, steht sie beim Übersetzungsfest wieder im Mittelpunkt.

Am 15. Oktober 1752 wurde die kleine Gnadenstatue des gegeißelten Heilands von der alten Feldkapelle in die neue Wallfahrtskirche übertragen und die Wieskirche eingeweiht. Seitdem wird an jedem dritten Sonntag im Oktober das Übersetzungsfest begangen. Die Gnadenstatue des gegeißelten Heilands wurde 1746 von der Bürgerstochter Elisabeth Hiltner von einer Wallfahrt zur Wies bei Steingaden mit nach Moosbach gebracht und in einer Feldscheune untergestellt. Anschließend ereigneten sich dort wundersame Dinge.

Blinde sehen wieder


Pilger kamen von weither nach Moosbach. Gelähmte konnten plötzlich wieder gehen, Blinde wieder sehen, Gliederschmerzen verschwanden und viele Menschen traten von Zipperlein geheilt wieder den Heimweg an. Oft war auch Unglück im Viehstall der Grund für die Wallfahrt. Außerdem sollen von einer in unmittelbarer Nähe zur Wieskirche befindlichen Quelle, dem Augenbrünnerl, Wunderkräfte ausgegangen sein.

Auf 116 Votivbildern (zum Großteil Hinterglasmalereien) brachten die Wallfahrer ihren Dank für die erhaltene Hilfe zum Ausdruck. Am Sonntag steht die 35 Zentimeter hohe Figur des gegeißelten Heilands im Mittelpunkt der Festlichkeiten. Ihr Platz ist seit 1752 über dem Tabernakel in der herrlichen Barockkirche. Um 9.45 Uhr treffen sich die Vereine mit Fahnen am Marktplatz zum Kirchenzug. Um 10 Uhr beginnt der Festgottesdienst in der Wieskirche. Im Pfarrheim gibt es danach einen Umtrunk.
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