Verleihung des Feuerwehr-Ehrenzeichens
Vorbilder für viele Jugendliche

Feuerwehrmänner aus Burgtreswitz, Heumaden, Ödpielmannsberg und Gröbenstädt erhielten für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst silberne oder goldene Kreuze und Urkunden. Landrat Andreas Meier (rechts), Kreisbrandrat Richard Meier (hinten, Zweiter von links) und Bürgermeister Hermann Ach (links) gratulierten. Bild: gi
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Moosbach
29.04.2016
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Sie gehen immer wieder für ihre Mitmenschen durchs Feuer, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Markt Moosbach hatte daher verdiente Floriansjünger zur Verleihung des Feuerwehr-Ehrenzeichens ins Rathaus eingeladen.

"Ehrungen, hat der einstige Bundeskanzler Konrad Adenauer einmal gesagt, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat", zitierte Bürgermeister Hermann Ach. "Heute ist so ein liebenswürdiger Tag, wenn Männer für 25-jährige und 40-jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet werden."

Tag und Nacht bereit


Für dieses jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement gelte es ein herzliches Dankeschön zu sagen. "Sie haben damit auch Vorbildfunktion für viele Jugendliche, die in der Feuerwehr nachrücken und später diese ehrenamtliche Arbeit übernehmen." Zudem seien die Brandschützer auch bereit, zu jeder Tages- und Nachtzeit für den anderen einzustehen und den anderen zu Hilfe zu eilen. Seit 2010 gab es in der Gemeinde zwei Großbrände zu beklagen. Diese hätten die schlagkräftigen Feuerwehren beispielhaft bekämpft.

Ach erinnerte auch an ihre unzähligen technische Hilfeleistungen. "Ich danke euch, liebe Kameraden, für euren selbstlosen Einsatz zur Rettung von Menschenleben und Sachwerten, die ihr alle ehrenamtlich für unsere Gesellschaft leistet". Das Gemeindeoberhaupt dankte auch den Angehörigen, die alles mit trugen und immer hoffen, dass bei den Einsätzen nichts passiert und jeder wieder wohlbehalten zurückkehrt.

Bei den Ehrungen für 25 Jahre und 40 Jahre gelte es einen Blick darauf zu werfen, was sich feuerwehrtechnisch geändert habe, sagte Landrat Andreas Meier. Jeder einzelne Feuerwehrmann habe prägende Erlebnisse und verschiedene Einsatzsituationen in dieser Zeit.

Es ist auch ein Blick zurück, was die Technik anbelangt. Die Feuerwehren haben immer Schritt halten müssen, mit den Entwicklungen der Zeit. Auch die Anforderungen haben sich geändert, denn es gehe nicht mehr um reine Brandbekämpfung, sondern um ein breites Aufgabenspektrum und umfassende Grundkenntnisse und Spezialisierungen in der Ausbildung. Feuerwehrdienst nannte Meier ein großes Mosaik. "Dazu muss jeder Baustein passen." Kommandanten und Jugendwarte führten die Jugend ans Feuerwehrhandwerk heran und brächten ihnen den sicheren Umgang mit den technischen Geräten bei. Auch die kleinen Wehren haben nach Meinung des Landrats ihre Daseinsberechtigung.

Langfristig binden


Letztlich sei die Feuerwehr eine große Gemeinschaftsaufgabe und eine Gemeinschaftsleistung. Dies sei nur möglich, wenn sich Feuerwehrleute langfristig an die Sache binden. Der Landkreischef bat die Männer, die Ehrenzeichen mit Stolz an der Uniform zu tragen. Die Ehrung solle Ansporn sein, die nächsten Generationen an den Feuerwehrdienst heranzuführen.

Ausgezeichnete FeuerwehrleuteMit Kreisbrandrat Richard Meier und Bürgermeister Hermann Ach ehrte Landrat Andreas Meier für 25 Jahre aktive Dienstzeit mit dem silbernen Kreuz Gerald Hanauer und Klaus Hartinger von der Feuerwehr Burgtreswitz, Christian Kindl (Gröbenstädt), Stephan Bauer und Georg Puff (Heumaden) und Jakob Sauer (Ödpielmannsberg).

Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten Josef Sier (Heumaden) und Bruno Voit (Gröbenstädt) goldene Kreuze und Urkunden. Zur Ehrung waren auch von der Burgtreswitzer Wehr Vorsitzender Martin Kreuzer und Kommandant Peter Hartinger erschienen. Die Feuerwehr Heumaden wurde vom Vorsitzenden Michael Bauer und Kommandant Johannes Hoch begleitet. Auch Vorsitzender Hermann Ach und Kommandant Karl Eckl von der Feuerwehr Ödpielmannsberg und Kommandant Roland Bäumler von der Feuerwehr Gröbenstädt waren anwesend.

Im Namen der Kreisinspektion dankte und gratulierte Kreisbrandrat Meier den Geehrten für 25 und 40 Jahre Einsatz und aktiven Dienst. Auch der Landrat sei aktiver Feuerwehrmann und setze sich für die Belange der Feuerwehren ein. Der demografische Wandel mache sich auch langsam bei den Feuerwehren bemerkbar. (gi)
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