Dreifacher Grund zum Feiern

Stadtführerin Irene Ehemann, Vorsitzender Stefan Sauerer und Festredner Karl Beer (von rechts) stießen mit den Teilnehmern der Bierführung auf "30 Jahre Fremdenverkehrsverein Nabburg" an. Bild: Hirsch
Freizeit
Nabburg
11.05.2016
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Im Schlosshof gab es Zoiglbier mit Zwiebelkuchen, beim "Stern" Bierbratwürste mit einem Schluck Weizen und beim "Sauerer" eine bayerische Brotzeit mit Bier nach freier Wahl. Die Mitglieder des Fremdenverkehrsvereins zogen durch die Stadt und hatten allen Grund zum Feiern.

500 Jahre Reinheitsgebot, 30 Jahre Fremdenverkehrsverein Nabburg und 3 Jahrzehnte "Schmankerlwochen": Der Fremdenverkehrsverein startete ins Jahr der Jubiläen mit einer Bierführung. Stadträtin und Mitglied Irene Ehemann führte Regie und erinnerte daran, "dass Nabburg bereits im 13. Jahrhundert das Privileg zum Bierbrauen erhalten hat". Seitdem sei Bier auch hier "Grundnahrungsmittel, sozialer Kitt, Mythos und gesundheitsfördernd".

Mit einem "Zoigl" prosteten sich die Teilnehmer im Schlosshof zum ersten Mal zu, ehe sie eintauchten in die Geschichte der "Bierstadt Nabburg", die einst sechs Brauereien und unzählige Wirtshäuser besaß. Irene Ehemann erinnerte an die Gastwirtschaft und Metzgerei Pfeiffer, die bis ins Jahr 1480 zurückgeht, und die Berühmtheit erlangt hat durch die "Pfeiffer-Mess". Zum Leidwesen des Pfarrers gingen einige Männer gleich zum Frühschoppen und ließen die Sonntagsmesse ausfallen.

Die Stadtführung führte vorbei am ehemaligen "Gasthof zum goldenen Löwen", an der Brauerei "Kleber" (Hechtenwirt), der "Hussitenbrauerei" und dem Bürgerbräu. Es gab die Gasthöfe und Bierwirtschaften Weidner und Fenchl, "Zur Krone", "Zur Schwane" und zum "Weißen Lamm". Beim "Stern" kehrte die Gruppe ein und bekam Bierbratwürste mit einem Schluck Weißbier serviert.

Weiter ging es zum "Schwarzen Adler", zur "Hechtenwirtschaft" und in den Spitalhof, wo einst das Kommunbrauhaus stand. Die Bierführung endete im Gasthaus von Stefan Sauerer, der seit zehn Jahren Vorsitzender des Nabburger Fremdenverkehrsvereins ist. Bei einer bayerischen Brotzeit erinnerte das langjährige Vorstandsmitglied Karl Beer an die Gründung am 8. Januar 1985. Die 20 Gründungsmitglieder wählten damals Franz Rembold zum Vorsitzenden. Mittlerweile hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt. Der Verein warb auf Messen, bot Stadtführungen an, nahm mit dem Sportanglerverein Kontakt auf, erstellte ein Unterkunftsverzeichnis, organisierte Altstadtfeste und Weihnachtsmärkte und arbeitet eng mit den Wirten zusammen.

Die fünf "Schmankerlwirte" wollen sich dafür erkenntlich zeigen und werden den "Tag des Denkmals" (11. September) mit einem "Tag des Bieres" verbinden und am Vorplatz der Spitalkirche fünf Hektoliter Freibier ausschenken.
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