Nikolausmarkt eine "Notlösung"

Freizeit
Nabburg
18.12.2015
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Die Nikolauskirche ist eine Baustelle, der Winter eher ein Frühling. Hinzu kam kaum adventliches Flair. Das alles ließ den Nikolausmarkt 2015 eher als "Notlösung" erscheinen.

Die Jugendblaskapelle - dieses Jahr baustellenbedingt an ungewohntem Standort - mühte sich auch beim Nikolausmarkt redlich um eine adventliche Note, ebenso wie die Pfarrei mit dem erfolgreichen Verkauf von Krippen und -figuren oder die SPD durch den Ausschank von Glühwein. Drumherum zeigte sich leider heuer ein sehr reduziertes Marktsortiment an Gemischt- und Süßwaren, Früchten, Haushalts-, Deko- und einigen Handwerksartikeln.

Der Besucherzustrom war zwar stetig, aber insgesamt überschaubar. Bei vielen Gästen wurden wehmütige Erinnerungen an Zeiten belebterer Nikolausmärkte in der Venedig wach, verbunden mit liebgewordenen Traditionen, dem Kauf typischer Kleinigkeiten oder einem Treffen mit Freunden.

Einer von ihnen freut sich jedes Jahr auf ein Wiedersehen: Der Heilige Nikolaus. Als repräsentativer Mittelpunkt verteilte er auch heuer - begleitet von zwei süßen Engelchen - seine Süßigkeiten an die Kinder. Den Archivalien zu Folge steht 2017 ein Jubiläum an: Ein Ratsprotokoll des Jahres 1517 dokumentiert den Beschluss, falls - wie in diesem Jahr - der 6. Dezember auf einen Sonntag trifft, soll der zugehörige Kirchweihmarkt am folgenden stattfinden.

Diesen Anlass und den aktuellen Eindruck vor Augen, ist wohl mehr als der Beistand des Heiligen nötig, eine Nabburger Veranstaltung echten Ursprungs mit kreativen Ideen zu inspirieren und sinnbildlich zur laufenden Dachsanierung für frischen Wind zu sorgen im "Haus des Nikolaus".
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