Rosstag mit vielen Vorführungen

Freizeit
Nabburg
14.09.2016
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Bereits zum 24. Mal fand am Sonntag bei traumhaftem Sommerwetter der Neusather Rosstag im Oberpfälzer Freilandmuseum in Neusath statt. Der Tag stand ganz im Zeichen der historischen Bedeutung des Nutztiers Pferd.

Zahlreiche Besucher bestaunten die schönen Tiere schon früh am Vormittag bei einem Sternritt zum Museum mit anschließendem Feldgottesdienst, den Kaplan Thomas Hösl zelebrierte. Musikalisch begleitet wurde die Messe von den Oberpfälzer Parforcehornbläsern. Direkt im Anschluss wurden die anwesenden Pferde gesegnet.

Bei einer Rasseschau wurden verschiedene Pferderassen vorgestellt und ihre Bedeutung für die Landwirtschaft erklärt. Da durfte natürlich auch der Brauereiwagen mit Kaltblut-Sechs-Spänner nicht fehlen. Diese Wagen, die auch auf bei dem Münchner Oktoberfest zum Einsatz kommen, dienen den großen Brauereien heutzutage vor allem zu Werbezwecken. Stephan Hofmann lenkte die sechs Pferde zum Bieranstich.

Werner Stubenvoll zeigte bei der Zielheimer Schmiede, wie Hufeisen geschmiedet und die Pferde damit beschlagen werden. Bevor das Huf bestückt werden kann, muss das alte Eisen abgenommen und mit Hufmesser und Raspel die Sohle ausgeschnitten und geglättet werden. Danach kann das neue und angepasste Hufeisen mit den Nägeln fest gemacht werden. Dieses "Nägelschneiden" muss abhängig von der Pferderasse ungefähr alle acht Wochen erfolgen. Den ganzen Tag über fanden Kutschenfahrten über das Museumsgelände und auf dem Außenweg statt. Den jüngeren Besucher gefiel es, zum Teil das allererste Mal auf einem Pony reiten.

Die landwirtschaftliche Bedeutung wurde besonders bei der Vorstellung der Gespanne mit Feldarbeitsgeräten deutlich. Diese begaben sich dann auch sogleich zu den jeweiligen Tätigkeiten auf dem Gelände. Die Besucher konnten sehen, wie der Mist von Hand aufgeladen, ausgefahren, abgeschlagen und ausgebreitet wird. Arbeitsgeräte wie Pflug, Egge, Sämaschine, Bodenwalze und Böhmischer Pflug kamen zum Einsatz. Auch Waldarbeiten wie Holzaufladen und Holzrücken wurden vorgeführt. Zum feierlichen Abschluss der Veranstaltung versammelten sich alle Reiter und Gespanne zu einem Umzug durch das Museumsgelände.
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