Wanderwege gut markiert

Zum Aussichtsturm auf den Kulm weist einer der gut markierten Wege. Bild: bph
Freizeit
Nabburg
18.05.2016
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"Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah", formulierte einst Goethe. Damit das "Gute" auch von Jedermann betrachtet werden kann, lassen sich die ehrenamtlichen Markierer des Waldvereins immer wieder in die Pflicht nehmen.

Jahr für Jahr kümmern sich die Wegewarte des Waldvereins um die Markierung von Wanderwegen rund um die Stadt. Ziel dabei ist es, Landschaftsunkundigen die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der Region zu erschließen. Da ist es wichtig, Orientierungssicherheit zu bieten. Mit Planung und Ausbau von geeigneten Strecken ist es alleine nicht getan, auch auf die ständige Pflege der Wege kommt es an.

"Die Auszeichnung von Wegen, muss daher dem doppelten Grundsatz der Sichtmarkierung und Sicherheitsmarkierung folgen", sagte Vorsitzender Bernhard Wiezorek bei der jüngsten Zusammenkunft des Kreises unter der Federführung von Hermann Birnthaler. Die Markierung, so der Sprecher weiter, müsse direkt ins Auge fallen, ständig präsent sein und darf nirgendwo Zweifel über die weitere Wegeführung lassen. Schon eine leichte Desorientierung führte zum Vertrauensverlust.

"Gute Markierungen sind das sichtbare Aushängeschild eines Wanderweges", führte Biernthaler aus. Ihnen müsse der Wanderer vorbehaltlos vertrauen können. Von daher sollten sie einfach gestaltet sein. Ihrem Signalcharakter werden lichtbeständige, möglichst weit sichtbare und von natürlichen Hintergründen abgehobene Farben gerecht.

Immer gut sichtbar


In allen anderen Fällen empfehle sich die Verwendung von Acryl- oder Kunstharzfarben per Pinsel. Nicht mehr erwähnen musste Birnthaler bei den "alten Hasen", dass vor Aufbringung der Farbe der Untergrund von Schmutz und losen Teilchen zu säubern und zu glätten wäre. Bei anderen Markierungsträgern als Bäumen und Pfählen sei besonders im Bereich von Siedlungen stets die Erlaubnis der jeweiligen Verantwortlichen oder Besitzer einzuholen.

Wanderzeichen sollten in Augenhöhe angebracht werden. Bei tiefer gesetzten Zeichen müsse darauf geachtet werden, dass sie in nächster Zeit nicht von Moos, Gras oder Sträuchern überwachsen werden können. Falls ohne Sichteinbußen möglich, sollten die Zeichen über längere Strecke auf derselben Seite des Weges angebracht werden. In Kurven sei jedoch grundsätzlich die Außenseite vorzuziehen.

Für die Platzierung der Wanderzeichen gelte grundsätzlich das Gebot der Sichtmarkierung, die Markierungsfläche müsse sich dem Wanderer wie ein Verkehrsschild frontal und nicht von der Seite darbieten. Der Abstand zwischen zwei Zeichen richte sich nach der Übersichtlichkeit des Geländes und sollte 200 Meter, in weglosem Gelände 50 Meter nicht überschreiten. "Der Wanderweg ist zwecks Wahlfreiheit stets in beiden Richtungen zu markieren."

"Wanderer schauen nicht fortwährend in die Landschaft, sondern vertiefen sich in Gruppen gerne ins Gespräch." Von daher empfehle es sich laut Wiezorek Abzweigungen mit Hilfe von Pfeilen hervorzuheben. Im Allgemeinen würden einfache Richtungspfeile reichen, die von weitem erkennbar unter die Markierungsschilder gesetzt seien. Kleine, aufgedruckte oder geklebte Pfeile in den Schilderecken könnten leicht übersehen werden. "Wanderzeichen sollten möglichst bei Trockenheit in der grünen Jahreszeit und bei Einsatz von Klebern zusätzlich bei höheren Temperaturen angebracht werden", fügte Birnthaler an. Schließlich bat er darum, verblasste Schilder zu ersetzten oder Farbmarkierungen zu erneuern.

Zehn Betreuer


Gegenwärtig kümmern sich zehn OWV-Mitglieder um 17 Wanderwege mit 159 Kilometern Länge, wobei der Main-Donau-Weg südwestlich von Trichenricht in Richtung Neunburg vorm Wald der längste mit 41 Kilometern ist. Um ihn kümmert sich Hermann Birnthaler. Er zeichnet auch für den Waldlehrpfad (4 Kilometer) und für den Zielweg Reichhartschacht (6) verantwortlich. Weitere Betreuer sind Bernhard Wiezorek - Krampolweg (33) und Goldsteig-Zuweg (12); Alois Holzgartner - Perschen (2) und Zitterbach (6); Anton Pösl - Wiesensüß (7); Helmut Hepp - Häuslberg (11); Hans Demleitner - Kocherstollen (6,5) ; Engelbert Ehbauer - Brünnl (2) und Diebsteig (3); Werner Linke - Bergelshof (5); Klaus Deiner - Etzelhofer Ranger (5), Kulm (7) und Eixlberg (4); Hans Seitz - Hallerdenkmal (6,5).
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