Ausstellung im Stadtmuseum
Kreative Kooperation

"FOSzination Kunst" lautet der Titel der Ausstellung, die im Stadtmuseum Zehentstadel zu sehen ist. Bild: aub
Kultur
Nabburg
10.04.2016
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Fast 30 Jugendliche der Ausbildungsrichtung Gestaltung an der FOS/BOS Weiden absolvierten seit 2003 ihr Praktikum in den Museen der Stadt Nabburg. Welche "FOSzination Kunst" ausüben kann, zeigen nun aktuelle Schülerarbeiten in einer Sonderausstellung im Zehentstadel.

Weil Kreativität keine Grenzen kennt, reicht das Einzugsgebiet der Ausbildungsrichtung "Gestaltung", bezirksweit exklusiv an der FOS/BOS Weiden, über viele Landkreise hinweg. Ebenso kooperiert die Schule dort mit ausgewählten Pratikumsstellen - eine davon in Nabburg. Wie wertvoll sowohl Bürgermeister Armin Schärtl als auch stellvertretendem Landrat Arnold Kimmerl - eine seiner Töchter war selbst an der Schule ausgebildet worden - diese Synergie ist, betonten beide in ihren Grußworten.

Starke Emotionen


Angesichts des breiten Spektrums an Werken zeige sich, so Kimmerl, "dass Kunst selbst noch im Computerzeitalter enorm wichtig ist, um, davon unabhängig, starke Emotionen so anrührend zum Ausdruck zu bringen." Sie sei einerseits Basis für die zukünftige Berufswahl, als auch Bindeglied zur "Heimat": "Im Zentrum eines der Bilder im Stil von Franz Marc stehen einst hier heimische rote Rinder, die man bei uns nun wieder zu züchten beginnt."

Einen Geschichtsexkurs unternahm auch Schulleiterin Gabriele Dill. Adäquat zum mittelalterlich geprägten Stadtbild Nabburgs erforschte sie die Urbedeutung von "Faszination". Modern modifiziert in "starke Anziehungskraft, Unwiderstehlichkeit", treffe der Ausstellungstitel "FOSzination Kunst" die Symbiose von Kunst und Fachoberschule auf den Punkt.

Ideenreichtum und Fleiß


Für das Zustandekommen dieser Präsentation dankte sie primär den Schülern für deren Ideenreichtum und Fleiß, aber auch den engagierten Lehrern, die es verstünden, "Talente in so vielen Techniken und Materialien zu fördern und zu den hier gezeigten, beeindruckenden Höchstleistungen zu führen."

Auf die Vielfalt ging anschließend auch Kunsthistorikerin Christa Haubelt-Schlosser in ihrer Laudatio ein: "Aus Buntstift eine detaillierte, naturgetreue Zeichnung als illustratives Bild zu einer Textvorgabe entstehen zu lassen, ist nur ein Beispiel für das künstlerische Basisangebot der 11. bis 13. Klassen der FOS/BOS Weiden." Die Palette reiche über malerische Themen hinaus, von Holz, Gips, Ton, Metall bis zu Fotografie oder Film. Durften schon die Praktikanten beim Aufbau der musealen Dauerausstellung ihre Spuren hinterlassen, so veranschauliche die Ausstellung abermals eine langjährige und auch künftig innovative Kooperation von Schule, Museum, Stadt und kreativen jungen Leuten. Nicht zuletzt ihnen wären bis 8. Mai viele begeisterte Besucher zu wünschen.

Geöffnet ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Für Schulklassen oder Gruppen ist sie darüberhinaus nach Voranmeldung zu sehen
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