Finissage im Freilandmuseum
Tracht nicht mehr im Blick

Im Beisein geladener Gäste wurde eine neue Publikation des Freilandmuseums Neusath-Perschen zu Ortskernentleerung und dessen Wiederbelebung vorgestellt sowie zugleich die Ausstellung zur Tracht beendet. Bild: pgi
Kultur
Nabburg
04.11.2016
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Lösungen für die Probleme der Ortskernentleerung werden im neuesten Band der Schriftenreihe des Freilandmuseums Neusath-Perschen diskutiert. Trachten gab es bei der Finissage ein letztes Mal zu sehen.

"Fesch", "bayerisch" und "weiblich", so finden junge Frauen ihr Dirndl. Das gaben sie bei einer Befragung bei der letztjährigen Herbstdult in Regensburg an. Insgesamt neun Museen der Region beteiligten sich der Ausstellungsreihe "Tracht im Blick". Mithilfe von Trachtenvereinen und Privatpersonen konnten "Dirndl, Gwand und Heimatkleid" so einer großen Anzahl an Besuchern des Oberpfälzer Freilandmuseums zur Schau gestellt werden.

Heute gibt es das Dirndl in zahlreichen Varianten, mit verschiedenen Schürzen und Schnürungen. Während es anfangs noch Dienstbotentracht war, setzte es sich allmählich als "ländliches" Kleid der städtischen Oberschicht durch. Es entwickelte sich schließlich immer weiter und wird vor allem wieder auf kleineren Kirchweihfesten als auch größeren und großen Volksfesten wie dem Münchner Oktoberfest etwa getragen.

Heimat braucht Geschichte und Denkmäler, aber auch lebendige Städte und Dörfer. Die neueste Publikation des Oberpfälzer Freilandmuseums setzt sich vor allem mit den Themen der Ortskernentleerung, dessen Wiederbelebung und der Landschaft auseinander. In "Landfrust. Landflucht. Landlust." veröffentlichten Wissenschaftler, Architekten und Stadtplaner Aufsätze zu diesen Themen. Diese entstanden nach einem Symposion zu diesen gewählten Thema. Für die musikalische Gestaltung der Finissage im Ausstellungsgebäude des Freilandmuseums sorgten "De 3 andern". Die Musiker hatten speziell dafür Lieder zu verschiedenen Kleidungsstücken eingeübt.
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