Museum im Schmidt-Haus zeigt "Ansichtssachen"
Gemeinsam, aber mit Eigenart

Die "Ansichtssachen" stießen bei der Vernissage im Schmidt-Haus auf großes Interesse. Bild: aub
Kultur
Nabburg
21.02.2016
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Es sind sehr spezifische "Ansichtssachen", die das Museum im Schmidt-Haus zeigt. Im Fünf-Künstlerinnen-Kollektiv "Kunstsinnigerweise" individuell entstanden, werden sie nun als gemeinsames "Gesamtkunstwerk" präsentiert.

Bereits vor Jahren haben sich Angelika Pesold, Carola Braun, Maria Linke, Marion Demleitner und Sabine Hausknecht "kunstsinnigerweise" getroffen und ebenso kreative Schaffenswege beschritten - in VHS-Workshops oder Akademie-Fortbildungen. "Glück liegt nicht darin, zu tun, was man mag, sondern zu mögen, was man tut" - mit den Worten von J. M. Barrie umschrieb Kunsthistorikerin Christa Haubelt-Schlosser den ungebrochenen Teamgeist der fünf Malerinnen - versinnbildlicht in der aktuellen Ausstellung, deren gut besuchte Vernissage von Theresa Schießl und Fabian Domaier musikalisch umrahmt wurde.

"Sinnliches" erhalten


Dass bei allem kooperativen "Kunstsinn" der "Eigen-Sinn", die persönliche Eigen-"Art" nicht verloren ging und vor allem das "Sinnliche" - dieses Mal in der Umsetzung von Momentaufnahmen - erhalten blieb, vermochte die Museumsleiterin in ihrer Laudatio ausführlich bildlich zu personifizieren: Angelika Pesold setzte organische Oberflächenkorrosionen auf Maschinenteilen und Luftaufnahmen in atmosphärisch, strukturelle Farbnebel um. Ähnlich geartet, doch intentional eher "Bauchgefühl"-inspiriert, zeigt Carola Braun ihr Faible für formverschachtelte, dreidimensionale Arrangements. Ihre Eindrücke eines kürzlichen England-Urlaubs hatte Maria Linke noch vor Augen - an weiß überhöhte "Küsten" driften aquarellierte, verschwimmende Nuancen, während neben der Kulisse Edinburghs Farbwinde ein Energiezentrum umwirbeln. Ähnlich lebendig empfindet auch Marion Demleitner die eigendynamische Farbgebung und so wandert sie von der Küste Liguriens durch glatte und plastische Malflächen "aufwärts" zu "überwirklichen" Sphären. Dreidimensionale Höhen hat Sabine Hausknecht erreicht: Haptisch filzt sie die Wolle ihrer Alpakas in ihre Werke ein, konfrontiert sie mit Schichtungen und anderen Materialien, und stößt auch spannende, natürliche Metamorphosen an.

ÖffnungszeitenDie Ausstellung "Ansichtssachen" ist bis 27. März jeweils Freitag (außer Karfreitag) bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
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