Teambildung für "Tonart" braucht zweiten Anlauf

Kultur
Nabburg
15.01.2016
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"Tonart" soll auch 2017 wieder stattfinden. Doch wie setzt sich der Organisationsausschuss dann zusammen? Auf Anhieb konnte sich der Stadtrat da nicht einigen.

Der Stadtrat bekam zunächst die Abrechnung für das Musik-Festival 2015 vorgelegt, bei dem man 5300 zahlende Besucher registrierte. Vom bewilligen Budget in Höhe von 22 700 Euro blieben am Ende 2044 Euro übrig.

Bei einer Gegenstimme beschloss der Stadtrat sodann, "Tonart" im Jahr 2017 zum siebten Mal zu veranstalten. Sie kam von Frank Zeitler (CSU), dem der über 20 000 Euro liegende Aufwand für ein zweitägiges Ereignis zu hoch erschien. Ihm hielt SPD-Sprecherin Evi Thanheiser entgegen, dass dieses Geld eine positive Imagewirkung für Nabburg auslöse und die Veranstaltung vor allem den Rettungsorganisationen die Gelegenheit biete, ihre Kasse aufzubessern und daraus Anschaffungen zu finanzieren.

Eine Debatte löste die Bestellung des nächsten Organisationsausschusses aus. Ferdinand Rieppel war auf eigenen Wunsch aus diesem Gremium ausgeschieden, seinen Platz sollte nun Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl (ÖDP) einnehmen. Nach den Worten von Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) solle Ernst Bräutigam den Vorsitz behalten, weitere Mitglieder wären Joseph Ferstl, Josef Weber, Max Fröhler und Tanja Wolfsteiner.

Dass die CSU da überhaupt nicht vertreten ist, kritisierte deren Neumitglied Dr. Helmut Ertl. Josef Götz (SPD) trat dafür ein, die Parteipolitik außen vor zu lassen. Heidi Eckl hielt sich selbst durchaus für befähigt. Woraufhin Ertl entgegnete, er wolle sich ja nicht gegen Eckl aussprechen, sondern als Hobby-Musiker zusätzlich auch selber gerne mitmachen. Frank Zeitler meinte, dass es schon der Anstand gebiete, auch mal Andere zu fragen. Zudem erinnerte er, dass es vor drei Jahren verhindert worden sei, dass Hans-Georg Dobler (CSU) in den Ausschuss kam. "Ist das ein elitärer Kreis oder was?", fragte er sich.

Josef Weber (SPD) und Irene Ehemann (ABU) plädierten dafür, es dem Ausschuss selber zu überlassen, wie er sich zusammensetzt. Denn man müsse schließlich gut zusammenarbeiten und Vertrauen zueinander haben. Dr. Josef Pürner (CSU) stellte daraufhin den Antrag, Dr. Ertl in den Ausschuss aufzunehmen. Peter Haas (SPD) trat dagegen ein, solche Abstimmungen herbeizuführen. Hans-Georg Dobler präzisierte: Es gehe weder darum, jemand zu verhindern oder einen parteipolitischen Streit zu führen, sondern darum, das Gremium mit einem Interessenten und dessen Engagement zu erweitern.

Josef Weber verlangte schließlich laut Geschäftsordnung, den Antrag zu vertagen. Es solle erst mit dem Organisationsausschuss gesprochen werden, ob Dr. Ertl in dieser Runde akzeptiert würde. Bei einer Gegenstimme von Michael Giesl (CSU) wurde dieser Antrag angenommen.

Am Ende stellte der Stadtrat für dieses Jahr 2200 Euro bereit, damit die Organisation für 2017 anlaufen kann. Dazu nahm er auch die 2015 nicht aufgebrauchten 2044 Euro her.
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