Theater frei nach Ludwig Thoma
Theatergruppe der Oberstufe am Gymnasium bietet „Moral 2.0“

Die Theatergruppe der Oberstufe des Gymnasiums Nabburg präsentiert Ludwig Thoma in aktualisierter Form: "Moral 2.0" Bild: hfz
Kultur
Nabburg
08.03.2016
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Ein zweifelhafter Wahlkampf, ein Bundestagsabgeordneter, der oft Zuflucht in Hinterzimmern sucht, eine frustrierte Ehefrau, korrupte Würdenträger - und mittendrin eine Animierdame, auf die Justitia zu Unrecht ein Auge geworfen hat. Die Theatergruppe der Oberstufe des Gymnasiums Nabburg unter der Leitung von Studienrätin Julia Meidinger präsentiert am 16. und 17. März Ludwig Thomas Satire-Klassiker "Moral" in einer modernen und eigens erarbeiteten Fassung - jeweils um 19.30 Uhr in der Einzelsporthalle des Gymnasiums. Eintritt frei.

Kulturverfall, Sorge vor Überfremdung, Lug und Trug, viele Ellbogen - für Moral ist da wenig Platz. Das Stück, das so lustig wie nachdenklich ist, überzeichnet mit viel Ironie gesellschaftliche und zwischenmenschliche Probleme. Dabei sind die von Thoma 1909 aufgezeigten Widrigkeiten damals wie heute omnipräsent.

Moralqual im Wahljahr


Es ist Wahljahr. Die örtliche Bürgermeisterkandidatin ringt um Wählerstimmen und greift deshalb zu ungewöhnlichen Mitteln. Ergänzt wird das zentrale Handlungsgeflecht von ihrem Freund, dem Bundestagsabgeordneten Fritz Beermann, der den örtlichen Sittlichkeitsverein reaktiviert hat. Eine antiquierte Vorstellung? Nein, denn in dem kleinen Örtchen müssen traditionelle Werte wiederbelebt werden. Die Bürger treiben es zu bunt.

Nun hat Beermann aber ein Problem: Madame de Hauteville, Chefin des örtlichen "Etablissements" und angeblich verantwortlich für das "obszöne Treiben", sitzt mit brisanten Informationen bei der Polizei. Sorgt sich Beermann umsonst? Warum wird die besagte Dame von der Polizeipräsidentin in die Mangel genommen? Braucht der Ort wirklich einen Sittlichkeitsverein? Die Antwort auf diese Fragen gibt es am 16. und 17. März.
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