114 neue Polizeibeamte

Alexander Strehle, Thomas Albrecht und Tamina Schelter waren die drei Seminarbesten. Bei der Ernennungsfeier des 25. Ausbildungsseminars der VII. Bereitschaftspolizeiabteilung wurden außerdem die besten Sportler ausgezeichnet. Bild: ohr
Lokales
Nabburg
19.08.2015
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Die Ernennungsfeier schloss die Ausbildung ab: 93 männliche und 21 weibliche Absolventen des 25. Ausbildungsseminars der siebten Bereitschaftspolizeiabteilung nahmen die Ernennungsurkunde zum Polizeimeister entgegen. Eine Besonderheit zeichnete die Klassen aus.

Nach dem beschwingten Auftakt durch das Bläserensemble des Polizeiorchesters Bayern hieß Erster Polizeihauptkommissar Kurt Guggenberger die zahlreichen Gäste - unter ihnen polizeiliche Repräsentanten und Lehrkräfte sowie Eltern, Verwandte und Freunde der Beamtinnen und Beamten - willkommen. Bürgermeister Armin Schärtl überbrachte die Glückwünsche der Stadt zur bestandenen Prüfung. Die Ausbildung vermittle den aktuellen Wissensstand, hob das Stadtoberhaupt hervor. Um aber auf dem erreichten Level nicht stehen zu bleiben - und somit zurückzubleiben - sei die Fortbildung eine ständige Aufgabe im Beruf. "Man lernt kaum aus", merkte Schärtl an.

6000 Bewerber im Jahr

Kontinuierlich würden Umfragen die hohe Attraktivität des Polizeiberufs für junge Schulabgänger und das hohe Vertrauen der Bevölkerung in diesen Berufsstand belegen, stellte Polizeipräsident Wolfgang Sommer heraus. Jährlich bewerben sich 6000 junge Menschen. Nur die 1000 Besten werden eingestellt. Zu diesem Kreis gehören auch die 114 Absolventen des 25. Ausbildungsseminars. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Redner auch den gefährlichen Aspekt des Polizeiberufs an und zollte den Beamten seinen Respekt, dass sie sich für diesen Beruf entschieden haben.

Die Bayerische Polizei, so der Präsident, verstehe sich zu Recht als Teil der Gesellschaft. Dieses Ansehen sei keine Selbstverständlichkeit und müsse täglich neu erarbeitet werden. Dafür sei jeder Einzelne verantwortlich. Neutralität und Gerechtigkeit seien zentrale Werte bei jedem dienstlichen Einschreiten. Sein Dank galt Seminarleiter Polizeioberrat Gernot Schötz für die ausgezeichnete Arbeit. Kaum eine Ausbildungsstätte der gesamten Bayerischen Polizei erhalte so gute Sympathiewerte wie die Außenstelle in Nabburg. "Sie haben es geschafft, ein offenes und herzliches Miteinander mit klaren Lernzielen zu kombinieren", konstatierte Sommer unter Applaus.

"Mit der heutigen Ernennung ernten Sie die Früchte Ihrer Arbeit", unterstrich Leitender Polizeidirektor Josef Strobl. Die Absolventen hätten sich selbst ein Rüstzeug zurechtgelegt, von dem sie in den nächsten Jahren beim polizeilichen Einzeldienst profitieren werden. "Polizist zu sein, ist kein fertiger Beruf", gab Personalratsvorsitzender Manfred Butz den Beamten mit auf den Weg. Er sammle Erfahrungen und sei sich bewusst, nie fertig zu sein. Das Ausbildungspersonal hätte nach besten Kräften gezielt auf die anstehenden Qualifikationen vorbereitet, lobte Seminarsprecher Polizeioberwachtmeister Björn Isselhorst.

Hohe Erwartungen

Die Bürger hätten hoch gesteckte Erwartungen an die Polizei als Träger des staatlichen Gewaltmonopols, sagte Polizeioberrat Gernot Schötz. "Bleiben Sie Mensch und handeln Sie so, wie sie selbst behandelt werden möchten", legte der Seminarleiter den Beamten als Richtschnur ans Herz, bevor den neuen Polizisten ihre Ernennungsurkunden überreicht wurden. Die drei besten Seminarteilnehmer platzierten sich bayernweit unter den ersten Zehn: Alexander Strehle, Thomas Albrecht und Tamina Schelter. Das 25. Ausbildungsseminar zeichnete besonders aus, dass in seinen Reihen kein Durchfaller ist.
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