15 Bauplätze in bester Lage

Lokales
Nabburg
10.06.2015
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"Am Kastanienbaum" entsteht ein neues Baugebiet in exponierter Lage. 15 Parzellen stehen dort zur Verfügung. Wie der Bebauungsplan aussehen soll, erfuhr der Stadtrat.

Den Bebauungsplan fertigt das Amberger Büro Renner Consult. Als dessen Repräsentant kam der Diplom-Ingenieur Erwin Schall in die Stadtratssitzung, um den Entwurf zu präsentieren.

Auf dem 1,17 Hektar großen Gelände neben der Kreisstraße SAD 28 lassen sich demnach 15 Bauplätze in einer Größe zwischen 445 und 865 Quadratmetern unterbringen. Zur Erschließung ist eine fünf Meter breite Fahrbahn vorgesehen; wo sie ein zwei Meter breiter Parkstreifen begleitet, wird sie auf vier Meter reduziert. Es können acht Parkplätze im öffentlichen Bereich angelegt werden. Zum Konzept gehört auch ein 22 mal 22 Meter großer Wendehammer, ausgerichtet auf den Bedarf eines Müllfahrzeugs.

Heuer noch Baubeginn

In dem allgemeinen Wohngebiet werden maximal zwei Vollgeschosse (Erd- plus Dachgeschoss oder Erd- plus Obergeschoss) zugelassen. Es dürfen nur Einzelhäuser dreier vorgegebener Typen gebaut werden.

"Da entsteht ein sehr schönes Baugebiet mit toller Aussicht auf Nabburg", schwärmte Landschaftsarchitekt Gottfried Blank, als er den begleitenden Grünordnungsplan vorstellte. Aus ihm geht auch hervor, dass ein ökologischer Ausgleichsbedarf über 2794 Quadratmeter besteht. Er wird schwerpunktmäßig durch Anpflanzungen in Eckendorf und direkt am Baugebiet gedeckt.

CSU-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Dobler erkundigte sich nach dem anfallenden Erschließungspreis. Verwaltungsleiter Hans Sorgenfrei verwies darauf, dass der Verkaufspreis noch nicht beschlossen sei; deswegen wolle man dazu in öffentlicher Sitzung keine Angaben machen. Altbürgermeister Josef Fischer (ABU) erkundigte sich nach dem Zeitplan. Er erfuhr vom Ingenieur, dass heuer noch der Kanal verlegt werden könnte - sofern alles nach Plan läuft. Einstimmig fasste das Gremium sodann den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan.

Teilweise hohe Summen

Für den Ausbau der Otto-Hahn-Straße im Gewerbegebiet beschloss der Stadtrat, Vorauszahlungen auf den Erschließungsbeitrag zu erheben. Abzüglich des zehnprozentigen Eigenanteils der Stadt resultiert aus den Kosten von 450 000 Euro ein umlagefähiger Aufwand in Höhe von 405 000 Euro. Ihn gilt es, auf 53 000 Quadratmeter Grundstücksfläche zu verteilen. Das bedeutet unter dem Strich, dass ein Quadratmeterpreis von 7,73 Euro heraus kommt. Die etwa zehn Anlieger müssen je nach Größe ihrer Areale ganz unterschiedliche Summen entrichten: Sie reichen von 2000 Euro im günstigsten bis zu 93 000 Euro im höchsten Fall. 80 Prozent verlangt die Kommune davon vorab.

Kritik von der CSU

Zu Beginn der mit Ortsbesichtigungen rund vierstündigen öffentlichen Sitzung hatte CSU-Sprecher Hans-Georg Dobler auf der Tagesordnung einen Antrag seiner Fraktion zur Vermietung des Obertores vermisst. Er erinnerte Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) an die Zusage während der letzten Sitzung, diesen Antrag in dieser Sitzung zu behandeln. Schärtl antwortete darauf, dass man im Rathaus - in Anbetracht der ohnehin schon umfangreichen Tagesordnung - die Meinung vertrete, dass dieser CSU-Antrag "doch nicht so eilig" sei. Ferner monierte die CSU das Protokoll der Mai-Sitzung, das in einem Punkt fehlerhaft abgefasst worden sei. Gegen die Stimmen der fünf anwesenden CSU-Räte genehmigte der Stadtrat dennoch die Niederschrift.
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