21 Höhenmeter bis zur Schulbank

Den neuen Busbahnhof in Nabburg entlang der Kreisstraße SAD 28 nahm der Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur zu Beginn seiner Sitzung unter die Lupe. Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
23.11.2015
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Für viele Schüler steht in Nabburg künftig erst einmal Sport auf dem Stundenplan: Wenn sie aus dem Bus aussteigen, müssen sie zunächst zahlreiche Stufen und 21 Höhenmeter bis zu den Schulen überwinden. Damit wird bald ein Schlussstrich unter ein jahrelanges Problem gezogen.

Für den Busbahnhof auf dem Schulberg war eigentlich ein Grundstück an der Rotbühlstraße im Fokus des Landkreises. Ein Kauf scheiterte allerdings, weshalb als Alternative ein städtisches Areal an der Kreisstraße SAD 28 in das Blickfeld rückte. Im Juli folgte der Startschuss für die etwa 660.000 Euro teuere Maßnahme unter der Federführung des Landkreises. Nun steht der Busbahnhof für das Nabburger Schulzentrum kurz vor der Fertigstellung. Wie der Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur zu Beginn seiner Sitzung gestern vor Ort erfuhr, fehlen lediglich noch zwei Buswartehäuschen und das Treppengeländer.

Michaela Gottmeier, Sachgebietsleiterin Hochbau am Landratsamt, sagte, dass die Schüler ab Montag, 14. Dezember, den neuen Busbahnhof nutzen werden. Er bietet Platz für acht Busse. Zumindest vormittags gibt es dann Frühsport vor der Schule: Sämtliche Kinder und Jugendliche werden dort aussteigen. Mittags schaut die Sache etwas anders aus: Laut Gottmeier werden acht Busse auf dem neuen Parkplatz und vier Fahrzeuge bei der Realschule stehen. Gehbehinderte Schüler können aber natürlich weiterhin mit einem Kleinbus auf den Schulberg gefahren werden. Die Geschwindigkeit aus der Kreisstraße wird rund um den neuen Busparkplatz auf 60 Kilometer in der Stunde beschränkt.

"Die Maßnahme liegt in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis und war diejenige, die zu realisieren war", unterstrich Landrat Thomas Ebeling bei der Besichtigung vor Ort. Kreisrat Josef Fischer äußerte hingegen die Befürchtung, dass die Schülerzahlen in Nabburg unter dem harten Schulweg auf den Berg leiden könnten: "Meine Skepsis gegenüber diesem Projekt ist nicht gewichen", sagte er.
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