Achse durch das Gewerbegebiet

Lokales
Nabburg
22.01.2015
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Im Frühjahr soll die Otto-Hahn-Straße im Gewerbegebiet ausgebaut werden. Diesen Beschluss fasste der Stadtrat. Er machte den Weg auch noch frei für ein weiteres Tiefbau-Vorhaben.

Den Planungsauftrag für die derzeit weitgehend nur geschotterte Otto-Hahn-Straße hatte das Büro BBI (Landshut/Regensburg) erhalten. Dessen Vertreter Manfred Bucher kam am Dienstagabend ins Rathaus, um den Stadträten den Entwurf mit den drei Bestandteilen vorzustellen.

Das Projekt beinhaltet in der Hauptsache den Ausbau der Straße. Sie soll auf einer Breite von vier Metern frostsicher asphaltiert und mit einem einseitigen, 1,50 Meter breiten Gehweg in Betonpflasterbauweise versehen werden. Vorgesehen ist auch ein Anschluss an die später etwa auf halber Distanz nach Norden abzweigende Max-Planck-Straße. Zur Abwasserbeseitigung ist geplant, das Mischwassersystem beizubehalten. Und für die Wasserversorgung werden die Leitungen auf einer Länge von 400 Metern erneuert. Insgesamt kostet die Maßnahme 464 000 Euro. Ziel ist es, Ende April mit dem Bau zu beginnen und etwa drei Monate später fertig zu sein.

Stadtrat Frank Zeitler (CSU) erkundigte sich nach den Beiträgen, die auf die Anwohner zukommen. Der geschäftsleitende Beamte Hans Sorgenfrei gab daraufhin zu verstehen, dass der Anschluss an Wasser und Kanal schon bezahlt ist. Die Straße muss satzungsgemäß zu 90 Prozent umgelegt werden. Inklusive Beleuchtung sei damit zu rechnen, dass die Abrechnungsgrundlage bei etwa 450 000 Euro liegen wird.

Bürgermeister Armin Schärtl erklärte, dass vor allem anliegende Firmen den Ausbau wollen und brauchen. Im Vorfeld waren Bodendenkmal-Sondagen notwendig. Gefunden wurde nichts, so dass die denkmalrechtliche Erlaubnis erteilt werden konnte.

In der gleichen Sitzung beschloss der Stadtrat ebenfalls einstimmig, den Bau der Abwasseranlage für den Ortsteil Namsenbach einzuleiten. Im Trennsystem sind 1086 Meter Hauptsammler und 389 Meter Schmutzwasserkanal zu erstellen, ferner die Regenwasserkanäle zu ertüchtigen. Parallel wird der Dorfweiher zu einem Regenrückhalteteich umfunktioniert. Nach den Plänen des Ingenieur-Büros Weiß (Neunburg vorm Wald) soll der Weiher um einen Meter abgesenkt und bei einem konstanten Wasserstand von 85 Zentimetern gehalten werden.

Die Gesamtkosten liegen nach bisherigen Berechnungen bei 598 000 Euro. Das Vorhaben soll im März ausgeschrieben und dann schnellstmöglich vergeben werden. Denn es eilt: Um vom Staat die in Aussicht gestellten 208 000 Euro an Zuschuss zu erhalten, muss die Maßnahme bis Ende 2016 abgerechnet sein.

CSU-Sprecher Hans-Georg Dobler kritisierte, dass der Bau nach Versäumnissen in den letzten Jahren nun deutlich mehr koste. 2009, so erinnerte Dr. Josef Pürner (CSU), sollte dieser Abschnitt nach dem ursprünglichen Konzept bereits beendet sein. Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) merkte an, dass die Gründe für die höheren Kosten nicht alleine in der Zeitverzögerung liegen.
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