Achtjährige stirbt bei Brand

Lokales
Nabburg
02.12.2015
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Ein achtjähriges Mädchen ist am Dienstag bei einem Brand in einem Reihenhaus Am Pfeifferweiher ums Leben gekommen. Das Kind erlitt in dem dichten Qualm eine Rauchvergiftung und konnte nicht mehr reanimiert werden.

Der Alarm ging gestern um 13.30 Uhr ein, und umgehend eilten die Wehren aus Nabburg, Diendorf und Pfreimd zum Brandort, der in unmittelbarer Nähe der Umgehungsstraße (Kreisstraße SAD 28) in dem dicht besiedelten Gebiet Am Pfeifferweiher lag. Auch das Rote Kreuz und Notärzte mussten gerufen werden, so dass binnen kurzem ungefähr 60 Retter vor Ort waren.

Zu den Einsatzkräften gehörte auch das Krisen-Interventionsteam der Johanniter, das den Vater (37) des Mädchens psychologisch betreute. Er war von besorgten Nachbarn in der Arbeit angerufen worden und kam sofort nach Hause, wo gerade seine Tochter von Atemschutzträgern der Feuerwehr aus dem verqualmten Haus geborgen wurde. Seine Ehefrau (38) und der sechsjährige Sohn wurden nur leicht verletzt und wurden mit dem Hubschrauber mit dem Verdacht auf Rauchvergiftung nach Regensburg gebracht.

Eine wichtige Rolle bei der Rettung des Sechsjährigen spielte ein beherzter Nachbar. Bei dem 64-Jährigen hatte die verzweifelte Mutter geläutet, die nicht mehr ins Haus zurück konnte. Der Mann nahm eine Spitzhacke und brach in kurzer Zeit die Haustüre auf. Dann zog er den Jungen, der sich im Gang aufgehalten hatte, aus dem Gebäude und übergab ihn der Obhut einer weiteren Nachbarin. Bei seiner Aktion wurde der Retter selbst leicht verletzt.

"Ich habe gerade die Terrasse dekoriert und dabei einen Knall gehört", berichtete eine Frau, die gegenüber des Brandhauses wohnt. "Dann sah ich ganz schwarzen Rauch aus dem Haus quellen." Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es im Wohnzimmer zu einem Brand kam, der den dichten Qualm verursachte. Die genaue Ursache für das Unglück war gestern noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat zwischenzeitlich die Ermittlungen übernommen.

Spezialkräfte der Feuerwehr drangen mit schwerem Atemschutz in das Reihenhaus ein - auch weil sie wussten, dass sich darin noch ein Kind befinden musste. Schließlich wurde das Mädchen, das in die zweite Klasse ging, im Erdgeschoss gefunden. Kurz vor 14 Uhr hat man sie leblos durch die Verandatür in den Garten getragen und den wartenden Notärzten übergeben. Das Sanitätsteam bemühte sich, die Achtjährige zu reanimieren, musste sich aber schließlich geschlagen geben.

Während die Feuerwehr mit Überdrucklüftern den Qualm aus dem Haus blies, wurden die Mutter und der Bruder des Mädchens untersucht. Auch sie hatten leichte Rauchvergiftungen davon getragen und so hat man sie vorsorglich mit dem Hubschrauber zur Weiterbehandlung nach Regensburg geflogen. (Titelseite)
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