Am Sonntag Dudelsackmusik im Freilandmuseum
Die Böcke brummen

Musik und Tanz gibt es am Sonntag beim Dudelsacktreffen im Oberpfälzer Freilandmuseum. Bild: hfz
Lokales
Nabburg
25.04.2015
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Alle zwei Jahre treffen sich im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen bei Nabburg Dudelsackmusikanten von beiderseits der bayerisch-böhmischen Grenze zu einem gemeinsamen Musikantentreffen. Am Sonntag ist es wieder so weit: Den ganzen Nachmittag "brummen die Böcke" - so sagen die Dudelsackspieler, wenn sie ihr Instrument bedienen.

Der Dudelsack ist ein Bordun-Instrument und gilt gemeinhin als schottisches Nationalinstrument. Er war jedoch in der Vergangenheit in unterschiedlichen Bauweisen in ganz Europa verbreitet. In vielen Landschaften und Ländern wird die Tradition des Dudelsackspiels bis heute gepflegt. In Ostbayern kam diese archaische Musik der Bauern und Hirten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Erliegen, bis nach dem Zweiten Weltkrieg einige heimatvertriebene Musikanten aus dem Egerland ihr Instrument hervorholten und "den Bock" respektive "die Böcke" wieder zum Erklingen brachten. Seit den 1970er Jahren gibt es regelmäßige Bau- und Spielkurse, die von der Oberpfälzer Bezirksheimatpflege organisiert werden

Außerdem entfachen die Mitarbeiter des Freilandmuseums an diesem Tag um 13 Uhr das Feuer im Kohlenmeiler. Pünktlich zur Grillsaison wird dann auch die neue Kohle fertig sein. Um 14 Uhr beginnt eine Sonderführung durch das Schaudepot mit Johanna Ullmann-Süß. Auf einer Fläche von 183 Quadratmetern ist eine Auswahl an kulturgeschichtlichen Objekten zu sehen.
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