Anstoß zum Umdenken

Lokales
Nabburg
17.06.2015
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Die CSU will das Thema "Handelszentrum" neu aufrollen. Einen bereits angekündigten Antrag richtete sie nun an Bürgermeister Armin Schärtl (SPD). Sie stützt ihn auf neue Erkenntnisse.

Nichtöffentlich hatte der Stadtrat mit 12:8-Stimmen entschieden, einen Antrag einer Grundstückseigentümerin abzulehnen, der die Ausweisung eines "Sondergebiet Handel" auf einem 1,6 Hektar großen Gelände - umgeben von Schlörstrasse, Staatsstraße 2156 und Sauerzapfstraße - vorgesehen hätte. Damit waren die Pläne einer Bayreuther Unternehmensgruppe, dort ein kleines Einkaufszentrum mit Lebensmittel- und Fachmärkten zu errichten, blockiert (wir berichteten). Es formierte sich daraufhin eine "Interessengemeinschaft pro Handelszentrum" (IG), mit der zusammen der CSU-Ortsverband eine Informationsveranstaltung hielt, um den Investor einmal öffentlich zu Wort kommen und seine Pläne vorstellen zu lassen.

Am Ende dieser Zusammenkunft gab die CSU bereits zu verstehen, dass sie auf eine Wiederaufnahme der Debatte im Stadtrat hinwirken wolle. Im Namen der Fraktion beantragte Stadtrat Frank Zeitler nun Anfang dieser Woche, über den abgelehnten Antrag in der nächsten öffentlichen Sitzung am Dienstag, 7. Juli, nochmals zu diskutieren und abzustimmen.

In der Begründung betonte er, dass das Abstimmungsergebnis "innerhalb der Bevölkerung für Verwunderung, Nachfragen und Engagement gesorgt" hat. So zeige die nicht politisch initiierte Gründung der IG und eine Online-Unterschriftensammlung die dringende Notwendigkeit, das Thema erneut zu behandeln. Die unvoreingenommene Diskussion mit dem offiziellen Vertreter des Investors habe zum Teil neue Erkenntnisse erbracht. Die Chance auf Genehmigung durch die Regierung werde unter gewissen Voraussetzungen als durchaus möglich angesehen.

Beim Integrierten Stadtentwicklungskonzept, das dem Sondergebiet-Antrag bisher widerspricht, handle es sich nur um einen Leitfaden, der von Zeit zu Zeit fortgeschrieben und angepasst werden kann. Ziel des ISEK müsse es sein, sich flexibel zu zeigen. "Nur so ist es möglich, Nabburg Zug um Zug dahin zu bringen, was es einmal sein soll: ein Mittelzentrum mit allen hierfür notwendigen infrastrukturellen Rahmenbedingungen", meinte Zeitler.
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