Bernhard Brauner feiert 95. Geburtstag - Bürgermeister unter den Gratulanten
Erinnerung an harte Zeiten

Lokales
Nabburg
23.12.2014
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Kürzlich beging Bernhard Brauner, Am Säulnhafner 13, seinen 95. Geburtstag. In der Rückschau gleichen seine Stationen bis zum 30. Lebensjahr einer Odyssee.

Geboren in Riemertsheide im Kreis Neiße in Schlesien, wuchs der Jubilar mit acht Geschwistern in der elterlichen Wagnerei auf. Der Jugendliche musste sich in einem Reichsarbeitsdienstlager einer vormilitärischen Ausbildung unterziehen und war anschließend als Soldat vorwiegend an der Ostfront an mehreren Kriegsschauplätzen, auch in Russland, eingesetzt. Seine Familie musste 1945 Hals über Kopf aus der Heimat fliehen.

Nach zweijähriger, amerikanischer Gefangenschaft in Italien fand der damals 28-Jährige eine Bleibe bei seinem Bruder in Schwandorf. Er nahm bei der Firma Alkofer als Betonwerker am neuen Wohnsitz eine Arbeit auf und war bei diesem Unternehmen bis zum Eintritt in die Rente mit 63 Jahren beschäftigt.

Bernhard und Adelheid Brauner, geborene Kraus, traten 1951 in der Pfarrei St. Jakob vor den Traualtar, und aus dieser Ehe gingen die beiden Söhne Alfons und Manfred sowie Tochter Margareta hervor. Auch drei Enkel und zwei Urenkel überbrachten die Glückwünsche. Im Namen der Stadt gratulierte Bürgermeister Armin Schärtl, für die Pfarrgemeinde Stadtpfarrer Hannes Lorenz.

Im Ruhestand widmete sich der Jubilar mit Hingabe bis zu seinem 91. Lebensjahr dem Gemüseanbau und der Blumenzucht in seinem eigenen Garten. Seit zwei Jahren verbringt der Senior seinen Lebensabend bei Tochter Margareta Turban. Fürsorglich kümmert sie sich um ihren Vater und ihren Ehemann Alois, durch einen Schlaganfall ebenfalls an den Rollstuhl gebunden.
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