Betreuung an zwei Standorten

Die Mittagsbetreuung an der Grundschule in Nabburg (Bild) hat sich bewährt. Der Stadt entstanden dadurch keine Kosten. Ab Herbst wird sie auf Diendorf ausgeweitet, wozu die Kommune voraussichtlich über 5000 Euro beisteuern muss. Bild: Amann
Lokales
Nabburg
07.05.2015
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Die Stadt ist bereit, die Mittagsbetreuung an der Grundschule mit 5248 Euro mit zu finanzieren. Damit ermöglicht sie ein Angebot an den beiden Schulstandorten in Nabburg und Diendorf. Eine kostengünstigere Variante ließ der Stadtrat fallen.

Das Thema galt als eilbedürftig. Es kam kurzfristig auf die Tagesordnung der öffentlichen Stadtratssitzung. Dazu gab Rektor Simon Weidner am Dienstagabend im Rathaus einen Situationsbericht.

Demzufolge besteht das Angebot während des ganzen Schuljahres zuverlässig bis 14 Uhr. Mindestens zwölf Kinder, vor allem aus den ersten drei Jahrgangsstufen, kommen in den Genuss der reinen Betreuung mit Freizeitgestaltung. Die staatliche Förderung beträgt 3323 Euro, der Elternanteil 4620 Euro. Die zusammenkommenden 7943 Euro reichen aus, um die Leistungen des Trägers, des Kolping-Bildungswerkes, zu zahlen. Eine Defizitübernahme-Zusage der Stadt musste bisher nicht beansprucht werden.

Drei Varianten

Ab dem neuen Schuljahr brauchen Eltern von 19 Kindern die Mittagsbetreuung, so dass zwei Gruppen gebildet werden könnten, jedoch nur eine staatlich bezuschusst wird. Nach den Darstellungen Weidners gäbe es drei Möglichkeiten: Die 19 Kinder werden zusammen in einem Schulhaus betreut, woraus ein Überschuss in Höhe von etwa 2500 Euro resultieren würde. Allerdings fielen jährlich etwa 2100 Euro an Buskosten an, weil die Diendorfer Kinder nach Nabburg befördert werden müssten. Oder aber es wird jeweils eine Gruppe in Nabburg und eine in Diendorf betreut. Dabei kommt unter dem Strich ein Defizit von 5248 Euro heraus. Die dritte Möglichkeit bezeichnete Weidner selbst als "ein bisschen revolutionär": Alle Erstklässler werden gleich in Nabburg eingeschult.

Der Vollständigkeit halber erklärte Weidner, dass es zusammen mit der Förderschule auch eine verlängerte Mittagsbetreuung bis 16 Uhr gibt. An ihr nehmen derzeit 13 Kinder teil. Sie erhalten auf eigene Kosten ein Mittagessen im Altenheim und erfahren danach eine Hausaufgaben-Betreuung durch eine Lehrkraft plus Freizeitgestaltung.

Nachdem Weidner das aktuelle Sprengel-Problem aufgezeigt hatte (dazu Bericht unten), verdeutlichte Bürgermeister Armin Schärtl, dass der Stadtrat nur über Kosten, nicht über organisatorische Belange, entscheiden kann. In einer kurzen Diskussion ergab sich rasch die Bereitschaft, die teuerste Variante zu wählen, um die Betreuung sowohl in Nabburg als auch in Diendorf zu ermöglichen. "Das ist sehr großzügig für Diendorf", meinte dazu Altbürgermeister Josef Fischer (ABU). Der Beschluss, den anfallenden Fehlbetrag zu übernehmen, fasste der Stadtrat bei nur einer Gegenstimme. Sie kam von Dr. Helmut Ertl (ÜPW).
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