Bisher nur vage Zahlen zur neuen Wasserversorgung
Um die 20 Millionen

Lokales
Nabburg
08.05.2015
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Mit fünf Fragen zur Neuausrichtung der kommunalen Trinkwasserversorgung hatte sich Stadtrat Frank Zeitler (CSU) schriftlich an Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) gewandt. Der am Dienstag in der Sitzung gegebenen Antwort war zu entnehmen, dass noch keine Aussagen zu den Zuzahlungsbeträgen möglich sind, die auf die Grundstücksbesitzer zukommen werden. Dazu brauche man erst eine Globalkalkulation. Der Stadtrat habe einstimmig ein Büro mit der Grundlagenermittlung beauftragt. Es soll im nächsten Jahr die relevanten Geschoss- und Grundstücksflächen im Versorgungsgebiet aufnehmen.

Nach den Worten des Bürgermeisters läuft das Wasserrechtsverfahren noch. Für Juli kündigte er eine gemeinsame Sitzung mit dem Pfreimder Stadtrat an, in der die Leitungsplanungen vorgestellt werden. Welche Beträge der anfallenden Kosten letztlich umgelegt und welche Grundstücke dazu wie herangezogen werden, müsse der Stadtrat zu gegebener Zeit entscheiden. Frühestens 2016 könne darüber befunden werden, ob der Aufwand über die Gebühren oder eine Ergänzungsabgabe eingefordert wird.

Frank Zeitler erinnerte sich, dass der Planer schon einmal von einer 20-Millionen-Euro-Investition gesprochen hat. Somit müsse man im Rathaus doch wissen, welche Quadratmeterpreise die Bürger in etwa zu erwarten haben. Der geschäftsleitende Beamte Hans Sorgenfrei bestätigte die Nennung der 20 Millionen, bezeichnete sie allerdings als "vage Zahl". Es gebe rund 2200 in Betracht zu ziehende Grundstücke, deren Flächen noch nicht bekannt sind. Im Durchschnitt werde also ein zu zahlender Betrag von etwa 8000 bis 9000 Euro heraus kommen. Wobei er im Einzelfall durchaus stark von diesem Mittelwert abweichen könne - je nach Grundstücksgröße.

Zur Baumaßnahme selber berichtete Bürgermeister Schärtl, dass der Idealfall für den Leitungsverlauf mittlerweile bekannt ist. Die Verwaltung habe eine Liste bekommen, welche Grundstücke davon tangiert wären. Doch darüber müsse erst noch verhandelt werden.

Zeitler fragte auch, ob aktuelle Grundstückskäufer auf später zu erwartende Kosten hingewiesen werden. Jeder Erwerber kennt laut Schärtl den Vertragspassus, wonach durch einen Kauf alle damit zusammenhängenden Verpflichtungen auf ihn übergehen.
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