BRK-Pläne für Nabburg: Erst Übernahme des "Haus St. Johannes", dann weiterer Ausbau - Praxen ...
Größeres Pflege-Angebot in zwei Stufen

Wir sind bereit und wollen das Beste aus der Immobilie machen, wenn wir sie bekommen.
Lokales
Nabburg
17.12.2014
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Der BRK-Kreisverband steht bereit, das Gesundheitszentrum in Nabburg auszubauen. Seine Pläne sehen vor, in dem früheren Kreiskrankenhaus 60 bis 70 Pflegeplätze - schwerpunktmäßig für Demenz-Kranke - bereitzuhalten. BRK-Direktor Alfred Braun bestätigte gestern einen NT-Bericht vom Wochenende und nannte weitere Details.

"Wir wollen das Gebäude, das sich in einem Top-Zustand befindet, weiter beleben", betonte Braun. Im Vorhaben des Roten Kreuzes wäre es der erste Schritt, die Pflegestation "Haus St. Johannes" mit ihren rund 30 Bewohnern zu übernehmen und die volle Kapazität (40 Plätze) auszulasten. Die 18 Beschäftigten bekämen gleichzeitig eine Übernahme-Garantie. In der zweiten Stufe denkt das BRK dann an bauliche Maßnahmen, um auch ein zweites Stockwerk zu Pflegezwecken umzufunktionieren. Die Angebote in der Demenz-Pflege würden sich nicht nur auf geschlossene Gruppen beziehen, sie könnten auch in offener Form geführt werden. "Der Bedarf ist jedenfalls da", weiß Braun. Die Mitarbeiterzahl könne dann in etwa verdoppelt werden. Was die Küche anbetrifft, so kann sich Braun Synergie-Effekte mit der "Arche Noah" in Nabburg vorstellen, die ja auch dem BRK gehört.

Im einstigen Krankenhaus würden sich die BRK-Einrichtungen auf diese zwei Stockwerke beschränken. Angesiedelte Arzt- und Therapie-Praxen könnten wie auch das Schlaflabor auf Miet-Basis in dem Haus bleiben. Insgesamt schwebt dem Kreisgeschäftsführer ein Modell unter dem Arbeitstitel "Gesundheits- und Seniorenzentrum" vor.

Am Dienstag freute er sich zunächst einmal darüber, dass tags zuvor der Kreistag die Unterstützung zugesagt hatte (wir berichteten). Als Dreh- und Angelpunkt sieht es der BRK-Chef genauso wie Landrat Thomas Ebeling an, die mögliche Rückzahlung von Fördermitteln zu verhindern. Sollte dies gelingen, würde das Rote Kreuz die Immobilie in der ersten Jahreshälfte 2015 von der Asklepios-Kette zu einem symbolischen Preis kaufen. Eine Einigung sei da bereits in Sicht: "Großes Entgegenkommen vonseiten Asklepios ist gewährleistet", sagte Braun.

Rückblickend ließ Alfred Braun wissen, dass sich das BRK schon einmal dafür interessiert hatte, als Mieter eine Etage in dem Haus zu übernehmen, was jedoch an der fehlenden Wirtschaftlichkeit scheiterte. Gerne habe er es dann heuer im Sommer vom Landrat vernommen, dass der Kreis die von ihm zusammen mit "SeniVita" betriebene Pflegeeinrichtung nicht als sein Kerngeschäft betrachtet und deshalb abgabebereit wäre. Für das Rote Kreuz sei die Übernahme der Trägerschaft nur in Frage gekommen, sofern es die gesamte Liegenschaft erwerben kann.
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