Bürger-Union unter neuer Führung

Lokales
Nabburg
09.12.2014
0
0

Irene Ehemann ist die neue Vorsitzende der "Aktiven Bürger Union" (ABU). Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder die Stadträtin an die Spitze der Gruppierung. Im Rückblick auf das vergangene Jahr stand vor allem ein Thema im Mittelpunkt: der Bahnübergang.

Die Neuwahlen bei der ABU waren notwendig geworden, da der bisherige Vorsitzende Erwin Koppmann unmittelbar nach der Kommunalwahl seinen Rücktritt erklärt hatte. Nachdem der erste Stellvertreter Jakob Eimer verstorben ist, führte Irene Ehemann als weitere Stellvertreterin die ABU. Damit Vorstand und Vorsitzender wieder im gleichen Turnus gewählt werden können, hatte das gesamte Gremium vor der Wahl seinen Rücktritt erklärt.

Irene Ehemann blickte bei der Jahreshauptversammlung zunächst auf die Kommunalwahlen in diesem Jahr zurück. Dabei habe die ABU nur noch zwei Mandate im Stadtrat errungen. Eine der wichtigsten Aufgaben in der Stadt sei die Beseitigung des schienengleichen Bahnüberganges. Bevor die Planungen weitergeführt werden konnten, war ein wichtiger Punkt zu erledigen: Die Existenz der Baywa sei durch die Umsetzung der Rahmenplantrasse gefährdet gewesen. Deshalb habe die Stadt dem Staat ein Grundstück verkauft, um diesen Punkt aus der Welt zu räumen. Dem Freistaat Bayern stehe bereits ein Ersatzgrundstück für das Autohaus zur Verfügung. Er führe hier die Verhandlungen - nicht die Stadt Nabburg.

Nachdem die Meinungsverschiedenheiten mit dem bayerischen Landesamt für Denkmalschutz ausgeräumt worden seien, könne es nun auch mit dem Umbau der Spitalkirche weiter gehen. Bezüglich der Parkregelung am Unteren Markt soll es nun einen Architektenwettbewerb geben, um ein neues Konzept zu finden. Im kommenden Jahr soll außerdem das Obertor für 140 000 Euro saniert werden. Dafür gibt es etwa 30 000 Euro an Fördergeldern.

Wenig geschehen seit 2008

Altbürgermeister Josef Fischer kritisierte, dass in der Stadt seit 2008 sehr wenig geschehen sei. Er nannte zum Beispiel das Problemfeld Bahnübergang, das außerhalb von Nabburg bereits zur Lachnummer geworden sei. Seit 2008 bestehe eine Planungsvereinbarung für diese Maßnahme. Grundlage für die Verwirklichung bilde die von der Stadt gewünschte "Rahmenplantrasse".

Vor vier Jahren sei die gefundene Lösung vom Stadtrat jedoch wieder in Frage gestellt worden. Die vorgelegte Studie ist laut Fischer aber unbrauchbar und unsinnig. Sie hatte seiner Ansicht nach nur den Zweck, für den bevorstehenden Kommunalwahlkampf Unruhe zu stiften. Der Stadt Nabburg sei damit ein Bärendienst erwiesen worden.

Seit 2008 verfolge die Stadt außerdem eine neue Wassergewinnungsanlage, die für die Zukunft Nabburgs unerlässlich sei. Vor einem Jahr sei nun der Wasserrechtsantrag endlich gestellt worden, doch noch zeichne sich nicht ab, wann die Erlaubnis kommt, aus der Bodenwöhrer Senke Trinkwasser zu beziehen.

Als weiteres Problem bezeichnete der Altbürgermeister die Parksituation in der Altstadt. Bereits 2007 habe sich der Stadtrat einstimmig für die Planung einer Tiefgarage mit über 100 Stellplätzen ausgesprochen. Ein Bürgerentscheid habe die Verwirklichung allerdings verhindert. Seitdem habe sich nichts mehr getan. Eine neue und vielleicht bessere Lösung sei bisher nicht gefunden worden. Den Schaden für die Altstadt, auf die Nabburg eigentlich stolz sein könne, bezeichnete Fischer als unermesslich.

Keine Bauplätze

Der Redner bemängelte außerdem, dass die Stadt derzeit keine Bauplätze anbieten könne. Die ABU fordert seit Jahren, neue Baugebiete mit preiswerten Bauplätzen auszuweisen. Auch für ansiedlungswillige Betriebe müsste durch die Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes eine Basis geschaffen werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.