Bürgerversammlung dient dem Rückblick - Die nächsten Vorhaben warten schon
Zwölf Monate mit Fortschritten für die Stadt

Auszeichnung für Arbeit, von der Vereine leben (am) Fünf verdiente Vereinsvertreter erhalten alljährlich in der Bürgerversammlung die Ehrengabe der Stadt. Nur drei von ihnen waren am Donnerstagabend anwesend. Zusammen mit Landratsstellvertreter Jakob Scharf (links) überreichte Bürgermeister Armin Schärtl (rechts) die Auszeichnungen. Sie bekamen (von links) Erhard Holzgartner (seit 21 Jahren Funktionär beim SV Diendorf, inzwischen 18 Jahre Kassier), Regina Bindl (seit 1999 in der Spitze des katholischen
Lokales
Nabburg
30.11.2015
5
0
Daten, Fakten, Entwicklungen: Material für einen rund einstündigen, bebilderten Vortrag hatte Bürgermeister Armin Schärtl für die Bürgerversammlung zusammengestellt. Nach einem Rückblick auf Ereignisse der letzten zwölf Monate zeigte er sich erfreut über die Beschäftigungslage in der Stadt: Nabburg kann aktuell 2812 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze am Arbeitsort und 2413 am Wohnort aufweisen - das bedeutet nach kontinuierlichen Anstiegen jeweils einen Rekordwert im Vergleichszeitraum, der bis 2007 zurückreichte. Mit ihrer Steuerkraft nimmt die Stadt einen Spitzenplatz im Kreis ein: 775 Euro pro Einwohner bedeuten Rang 4 hinter Wackersdorf, Neunburg vorm Wald und Wernberg-Köblitz.

Auch bei der Gewerbesteuer liegt die Kommune gut im Rennen: In diesem Jahr darf sie mit Einnahmen in einer Gesamthöhe von 3,8 Millionen Euro rechnen, nachdem 2,95 Millionen im Haushalt veranschlagt worden waren. Mit 3,13 Millionen Euro stellt der Einkommensteueranteil eine weitere bedeutende Einnahmequelle dar. Er stieg in den vergangenen Jahren auch nahezu pausenlos an. Ihre Verschuldung hielt die Stadt konstant, sie brauchte heuer nicht erhöht zu werden.

Der Bürgermeister streifte die Investitionen bei Firmen. Er nannte exemplarisch die Erweiterung bei EMZ sowie die Neubauten bei Absolute Vegan Empire und bei Weist und Süß.

Einen weiteren Themenblock bildeten die städtischen Baumaßnahmen. Ein Schwerpunkt lag auf dem Kanalbau. In die Abwasseranlagen steckte die Kommune über drei Millionen Euro: 1,54 Millionen in Eckendorf/Höflarn, 1,1 Millionen in Windpaissing, 0,55 Millionen in Namsenbach und 22 700 Euro in Grüner Weg. Bei der Stadtsanierung lag das Hauptaugenmerk auf der Marienkirche. Nach einer Verzögerung um fast ein Jahr gehe es hier nun auf das Ende zu. In Kürze steht nach Angaben des Bürgermeisters der Einbau des Estrichs und der Fußbodenplatten an. Daneben sanierte die Stadt das Anwesen Obertor 4 und renovierte das Obertor und die Außenfassade des Bürgerspitals.

Für 2016 kündigte Armin Schärtl kräftige Investitionen in den staatlich geförderten Breitbandausbau an. Zwischen Februar und Mai soll die Erneuerung des Stegs über den Halsgraben erfolgen. 15 Bauparzellen stehen im nächsten Jahr im neuen Baugebiet Am Kastanienbaum zur Verfügung; für zwölf Grundstücke liegen im Rathaus Rückantworten mit bestehendem Kaufinteresse vor.

Als Anerkennung für seine Arbeit hatte der Stadtrat beschlossen, dem Asyl-Arbeitskreis 500 Euro zur Verfügung zu stellen. Das Geld überreichte das Stadtoberhaupt an die evangelische Pfarrerin Irene Friedrich, die an der Spitze dieser Initiative steht. Sie dankte am Rednerpult für die erfahrene Unterstützung. (Im Blickpunkt)
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.