Bund Naturschutz hilft wandernden Kröten über die Straße
Rettung am Zaun

Lokales
Nabburg
12.05.2015
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Jetzt im Wonnemonat Mai ist die Amphibienwanderung im Landkreis Schwandorf abgeschlossen, und die Frösche, Kröten und Molche können in ihren Gewässern ablaichen und somit für Nachwuchs sorgen. Viele konnten es kaum erwarten ihren Teich zu erreichen, so dass etliche Männchen sich huckepack von den Weibchen tragen ließen, um im entscheidenden Moment ganz nah beim laichenden Weibchen zu sein.

Auch die Störche rund um Nabburg profitieren von der Rettungsaktion des Bund Naturschutz. Auch für sie ist es überlebenswichtig, dass viele Kröten und Frösche sicher über die Straßen zu ihren Laichgebieten kommen, damit der zahlenmäßige Bestand dieser Tiere gesichert ist. Sind sie doch wichtige Nahrungsquelle und Garant für eine erfolgreiche Jungstorchenaufzucht.

An der Staatsstraße 2040 in Richtung Schmidgaden hat über mehrere Wochen Hermann Birnthaler mit seinem Team täglich den Krötenzaun kontrolliert und 152 Grasfrösche und 288 Erdkröten über die Straße getragen. Entlang der 2040 in Richtung Höflarn wurden am 300 Meter langen Zaun von Claudia Hecht, Lilli Nirschl und Anderen 75 Teichmolche und 364 Erdkröten gerettet.

An wenigen Straßenabschnitten im Landkreis wandern auch die stark gefährdete Knoblauchkröte oder auch die vom Aussterben bedrohte Wechselkröte. Insgesamt werden landkreisweit jährlich ca. 5000 Tiere gerettet. Bayernweit sind es ca. 700 000 Tiere. Diese Aktion mit ihren vielen ehrenamtlichen Helfern ist damit die größte Artenschutzmaßnahme Bayerns. Beim Zaunaufbau und Abbau werden die Naturschützer von den Straßenbaulastträgern unterstützt.
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