Claudia Flor stellt im Zehentstadel aus
Kunstwerke am Computer

Nabburg
17.05.2007
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Bisher gibt es nur wenige, die diese Technik so perfekt beherrschen wie die Nabburger Studentin Claudia Flor. Doch das Interesse an digitaler Kunst nimmt immens zu. Die Werke werden vor allem im Internet präsentiert und sogar prämiert: Claudia Flors "Panda" wurde zum "Best of Digital Art in January 2007" gekürt. Malen mit unerschöpflichen Farben, Verwischen, Sprühen, mit Pipette, Tupfer, unzähligen Pinseln, jedoch ohne Papier oder Leinwand, Werkstatt oder Atelier - das ist digitale Kunst.

Ein Computer, das entsprechende Programm, Übung, Ausdauer, natürlich Kreativität und Können sind die Voraussetzungen für diese neue Art künstlerischen Ausdrucks. Ihre Fähigkeiten hat sich die 21-jährige Nabburgerin durch eine professionelle Ausbildung erworben: "Sehr prägend für mich war auch meine Zeit an der FOS in Weiden. Ich besuchte den Gestaltungszweig und konnte so in vielen traditionellen Medien Erfahrungen sammeln, ich arbeitete unter anderem mit Tusche, Kohle, Farbstiften, und am liebsten mit Aquarell und Akryl". Danach begann sie ein Multimedia-Design-Fernstudium an einer Fachhochschule in Hamburg, das sie im Herbst abschließen will.

Weltweit zu sehen

Seit 2001 arbeitet sie an digitalen Bildern. Die Vorteile dieser Methode sieht sie vor allem im geringen Aufwand, unkomplizierten Prozedere und der praktischen Handhabung sowie der einfacheren Präsentationsmöglichkeit. Weltweit sind die Motive in Internet-Gallerien zu sehen, lassen sich dadurch internationale Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen.

2005 ging sie mit ihren Werken erstmals an die Öffentlichkeit und gewann gleich den New Masters of Fantasy-Award. Für ihre erste richtige Ausstellung hat sich Claudia Flor den Zehentstadel ausgesucht. Am 20. Mai, dem Internationalen Museumstag, wird die Künstlerin persönlich anwesend sein.

Die Besucher können hautnah miterleben, wie sich aus einer einfachen Strichzeichnung ein bunt-lebendiges und ausdrucksstarkes Bild entwickelt. Auch ihren Motiven steht Claudia wenn möglich gerne "Auge in Auge" gegenüber oder macht zumindest selbst Fotos, ansonsten sucht sie sich geeignete Abbildungen.Auf die Frage, warum sie gerade Tiere porträtiert, sagt sie: "Schon als Kind haben sie mich interessiert und fasziniert. Besonders die vom Aussterben bedrohten Arten liegen mir am Herzen. Mit meinen Bildern möchte ich sie mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken."

Doch es ist nicht nur die Darstellung allein, auch wichtige Informationen über Art, Verhalten und Gefahren sollen vermittelt werden. Zusammen mit ihrem Kollegen Michael Wurster, den sie über Kunst- und Diskussionsforen im Web kennenlernte, hat sie das Projekt "Genesis - The spirits of nature" ins Leben gerufen und dazu unter www.projekt-genesis.info eine Internetseite erstellt. Die beiden Initiatoren haben das Ziel, durch detaillierte Recherche und kaum bekannte Fakten nicht nur Aufmerksamkeit zu erregen, sondern auch ein Umdenken zu bewirken.

Nachmittag für Familien

Zudem wollen sie mit dem Verkauf einiger Zeichnungen jenen Kleinorganisationen Geld spenden, die sich konkret und direkt um den Artenschutz bemühen. Am 20. Mai bietet der Zehentstadel von 14 bis 17 Uhr zur Ausstellung auch einen Informationsstand der Imker, sowie den Thementag "Natürlich Spielen". Bei einem Spiele-Parcours, der sich an der Natur orientiert, können Kinder von sechs bis zwölf Jahren Punkte sammeln und kleine Preise gewinnen. An diesem Familiennachmittag ist für alle Besucher der Eintritt frei.
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