Dank für eine reiche Ernte

Auf dem mit Feld- und Gartenfrüchten reich geschmückten Wagen war die Erntekrone platziert. Ihn segnete Pfarrer Lorenz am Unteren Markt. Bild: bph
Lokales
Nabburg
07.10.2015
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Das Erntedankfest gehört zu den ältesten Festen, die die Menschen feiern. Traditionell dankt man mit dieser Feier Gott am Ende der Erntezeit dafür, dass er die Früchte, das Gemüse und das Getreide hat gedeihen lassen. Eine Krone symbolisiert den Dank.

Mit dem Einholen des reich geschmückten Erntewagens durch die Jugendblaskapelle begannen am Sonntag die Feierlichkeiten. Auf dem Unteren Markt angekommen, erhielten die durch das Landvolk mit viel Liebe neu geflochtene Erntekrone und der blütenreich dekorierte Wagen den kirchlichen Segen. Die Kleinen der beiden Kindergärten beschlossen den Weiheakt mit dem gemeinsamen Lied "Danke für diese Gaben". Zusammen mit den örtlichen Vereinen, den Gremien der Stadt und der Pfarrei, reihten sie sich mit Obst- und Blumenkörbchen in den langen Festzug ein, der unter Marschmusik zur Kirche führte.

Mitglieder des Landvolkes trugen die Erntekorne zum Altar. Den feierlichen Gottesdienst in der vollen Kirche zelebrierte Hannes Lorenz zusammen mit Kaplan Christian Blank. Die Gruppe Effata, die Jugendblaskapelle und die Kindergärten sorgten für die musikalische Begleitung. Anders als in vergangenen Jahren durfte heuer das Wasser am Erntedankaltar keinesfalls fehlen. "Angesichts der Hitze und der Trockenheit des vergangen Sommers ist es einfach nur ein Wunder, dass wir für so eine große und reiche Ernte danken dürfen", leitete der Stadtpfarrer seine Predigt ein. So mancher Bauer, der sorgenvoll dem ausbleibenden Regen entgegen schaute, dürfe nun feststellen, dass dennoch gut zu ernten war.

Wenn es im Buch Joel des Alten Testamentes heiße "Gott versorgt das Land mit Regen, mit Herbst- und Frühjahrsregen, damit ihre Tennen sich mit Getreide füllen", mahne dieses Wort heuer zur größten Zuversicht: Gott will, dass es uns gut gehe. Er sorge für uns. Er lässt es regnen und wachsen - auch wenn nicht immer alles so eintreffe, wie es erwartet werde. Bevor die Kirchengemeinde nach dem Lied "Großer Gott wir loben Dich" aus der Pfarrkirche auszog, erfreuten die kleinen Sänger der Kindergärten mit dem Lied "Die Trauben sind jetzt reif" und ernteten viel Beifall dafür. Die Landjugend verkaufte Mini-Brote an den Ausgängen, und der Frauenbund lud zur Gemüsesuppe in das Jugendwerk ein. Hier spielte die Jugendblaskapelle unter Stabführung von Markus Ferstl zur Unterhaltung der Gäste auf.
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