Das ersehnte kirchliche Zentrum

Den symbolischen ersten Spatenstich machten gemeinsam (von links): Architektin Gina Lankes, die Vertrauensleute Günther Holter und Evi Thanheiser, Pfarrerin Irene Friedrich, Bürgermeister Armin Schärtl, Dekan Karlherrmann Schötz sowie Sebastian Graja und Nils Blank aus dem Kirchengemeinde-Nachwuchs. Bilder: Amann (2)
Lokales
Nabburg
13.11.2015
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Die Freude darüber, dass es endlich los ging, war groß bei der evangelischen Kirchengemeinde. Am Mittwoch startete der Bau ihres neuen Gemeindezentrums. Beim ersten Spatenstich hatte Pfarrerin Irene Friedrich mehrere Helfer.

Die Rede war von einem langen Weg, von Irrungen und Wirrungen, von Auf und Ab und von viel Geduld, die es aufzubringen galt. Bis ins Jahr 2005 reichen konzeptionell die Anfänge dieses neuen evangelischen Gemeindezentrums zurück, das nun Am Obertor in direkter Nachbarschaft zur katholischen Pfarrkirche und einen Steinwurf entfernt von der evangelisch-lutherischen Kirche entsteht.

Pfarrerin Irene Friedrich, die sich in den beiden Jahren ihrer Tätigkeit in Nabburg intensiv mit dem Vorhaben zu beschäftigen hatte, freute sich jetzt schon auf die Vollendung: "Wir werden es genießen, wenn wir uns vor dem Gottesdienst zum Frühstück oder nach dem Gottesdienst zum Kirchenkaffee hier treffen können." Aber auch bei Veranstaltungen werde sich das Haus bewähren: "Ja, die Nähe zu unserer Kirche wird etwas ganz Neues für die Gemeinde sein." Noch seien dieses alles Träume, gebe es viel zu tun. So Gott will, werde man 2017 - in dem Jahr, in dem die Evangelischen "500 Jahre Reformation" begehen - ein großes Fest feiern können, um das voraussichtlich so bezeichnete Martin-Luther-Haus einzuweihen. Für das Gelingen des Projektes erbat sie Gottes Segen.

An der richtigen Stelle

Zum symbolischen ersten Spatenstich gab es am Mittwochnachmittag zunächst einmal ein kleines Fest direkt auf der Baustelle. Mit dabei war auch Bürgermeister Armin Schärtl, der sich mit den Bauherren freute, dass es endlich los geht. Er malte sich jetzt bereits aus, dass im Umfeld der kirchlichen Einrichtungen im Herzen der Altstadt ein ganz neuer Treffpunkt für die Bürger entsteht. Das I-Tüpfelchen werde am Ende die Freiflächengestaltung setzen, die mehr als bisher zum Verweilen einlädt.

Architektin Gina Lankes beschrieb kurz, wie das Gemeindezentrum einmal aussehen soll. Errichtet werde ein einfacher Baukörper mit Satteldach, in dem im Erdgeschoss ein großer Gemeindesaal und darüber ein Jugendraum sowie zwei Büros Platz finden werden. Im Namen des Kirchenvorstands sprach Evi Thanheiser und erinnerte daran, dass es einst die Idee der mittlerweile verstorbenen Ute Kirch war, das neue Gemeindezentrum in der Nähe der Laurentiuskirche zu bauen. Vertrauensmann Günther Holter freute sich ebenso wie Dekan Karlherrmann Schötz darüber, dass diese Einrichtung ins Zentrum der Stadt zurückkehrt. Mit Unterstützung durch die bayerische Landeskirche werde man in den nächsten Monaten mit aller Kraft daran arbeiten.

Im Laufe der kleinen "Festversammlung" nahmen alle Redner ebenso wie Pfarrerin Irene Friedrich einen Spaten zur Hand, um am Rande der bereits ausgehobenen Baugrube kleinere "Erdbewegungen" zu machen und damit zu zeigen: Gemeinsam will man sich bemühen, dass der rund 1,15 Millionen Euro kostende Bau nach so langem Vorlauf zum guten Abschluss gebracht wird.
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